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| 17:14 Uhr

Grün-Weiß Lübben
Es werde Licht

 Der SV Grün-Weiß Lübben wünscht sich neues Flutlicht. Die Anlage in der Berliner Chaussee hat nach 40 Jahren ausgedient.
Der SV Grün-Weiß Lübben wünscht sich neues Flutlicht. Die Anlage in der Berliner Chaussee hat nach 40 Jahren ausgedient. FOTO: Pikul Noorod/shutterstock.com / Pikul Noorod
Lübben. Der Fußballverein Grün-Weiß Lübben wirbt für eine neue Flutlichtanlage. Die gegenwärtige Konstruktion stammt aus den 70er-Jahren und war sogar schon für Spielausfälle verantwortlich.

Helle Momente sind derzeit eher eine Seltenheit bei den Fußballern vom SV Grün-Weiß Lübben. Das hat aber weniger mit den Auftritten der ersten Männermannschaft in der Brandenburg-Liga zu tun, wo die Spreewälder nach der Hälfte der Saison gerade mal zwei Punkte vom Tabellenende entfernt sind, sondern vielmehr mit dem gegenwärtigen Komfort der Lübbener Sportanlage: Während der Hauptplatz im Stadion der Völkerfreundschaft erst gar nicht über Flutlichtmasten verfügt, wird der Ausweichplatz an der Berliner Chaussee von einer Anlage bestrahlt, die aus den 70er-Jahren stammt und allmählich ausgedient hat. Der Verein möchte deshalb etwas Licht ins Dunkle bringen.

Im November hat der Vorstand mit einer Petition für die Anschaffung einer neuen Flutlichtanlage geworben, die kürzlich auch im Hauptausschuss der Stadtverordneten diskutiert worden ist. Dass durchaus Handlungsbedarf besteht, verdeutlicht die Tatsache, dass es teilweise schon Spielabsagen gegeben hat in der jüngeren Vergangenheit, weil der Rasen eher an eine gedimmte Kuschelecke als an ein hellbeleuchtetes Fußballfeld erinnert. „Ich wurde schon mal von einem Schiedsrichter angerufen, der mir mitteilte, dass er das Spiel nicht anpfeifen wird unter diesen Bedingungen“, verrät Jürgen Peters, der 2. Vorsitzende vom SV Grün-Weiß Lübben. Das betrifft in erster Linie Wochentagsspiele, die am Abend ausgetragen werden müssen. Und da kann es ab Herbstbeginn durchaus problematisch werden ohne entsprechende Scheinwerfer.

 Bei Wochentagsspielen am Abend kann es schon mal schummrig werden auf dem Sportplatz in der Berliner Chaussee.
Bei Wochentagsspielen am Abend kann es schon mal schummrig werden auf dem Sportplatz in der Berliner Chaussee. FOTO: FuPa Brandenburg / Sven Bock

Die Fußballverbände schreiben sogar bestimmte Beleuchtungsstärken für ihren Spielbetrieb vor. Laut Jürgen Peters sehen besagte Normen Lux-Zahlen von 150 bis 200 vor. „Nach eigenen Messungen kommen wir aber nur auf einen Minimalwert von vier und einen Maximalwert von 60 Lux“, sagt Peters. Zahlen, die kein gutes Licht auf die Stadt werfen, die Eigentümer der Sportanlage ist, und auch nicht auf die beiden Vereine Grün-Weiß und TSG Lübben, die den Platz nutzen.

Für Peters ist das Flutlicht auch eine Frage der Sicherheit. Erschwerend komme hinzu, dass das wenige Licht, das vorhanden ist, auch noch blendet, weil die Masten zu tief stehen und die Scheinwerfer nur symmetrisch ausgerichtet sind. Deshalb würde es auch nicht ausreichen, einfach die Strahler auszutauschen. „Nach 40 Jahren wäre es mal an der Zeit für etwas Vernünftiges“, sagt er. „Auch der Trainingsbetrieb muss  gewährleistet sein. Wir können ja schlecht sagen, wir trainieren von November bis März nicht.“

In der Stadtverwaltung ist der Hilferuf gehört. Bei den zu erwartenden Kosten dürfte aber nicht nur Petra Streiber, die Fachbereichsleiterin für Ordnung, Bildung und Soziales, zusammengezuckt sein. In der jüngsten Ausgabe des Stadtanzeigers brachte der Verein etwaige Sachkosten von bis 22 000 Euro ins Spiel. „Wahrscheinlich müssten wir aber mit noch mehr Kosten kalkulieren“, befürchtet Jürgen Peters.

Ein erstes Gespräch mit dem Bauausschuss und Bürgermeister Lars Kolan (SPD) soll in zwei Wochen stattfinden. Dann will man mögliche Szenarien besprechen.