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Es rollt wieder über die Berstebrücke

Gemeinschaftsaktion beim Banddurchschneiden: Detlef Jüngling (Fa. Matthäi), Volkhard Raden (Voigt Ingenieure), Ingmar Daßler (Fa. Matthäi), Bürgermeister Lars Kolan, Jörg Paulke (Strabag), Holger Quos (Ingenieurbüro Prokon) und Thomas Weidner (Fa. Matthäi/v.l.).
Gemeinschaftsaktion beim Banddurchschneiden: Detlef Jüngling (Fa. Matthäi), Volkhard Raden (Voigt Ingenieure), Ingmar Daßler (Fa. Matthäi), Bürgermeister Lars Kolan, Jörg Paulke (Strabag), Holger Quos (Ingenieurbüro Prokon) und Thomas Weidner (Fa. Matthäi/v.l.). FOTO: Ingrid Hoberg
Lübben. Nach einer Bauzeit von nur zehn Monaten ist die Lübbener Bahnhofstraße am gestrigen Mittwochnachmittag für den Verkehr freigegeben worden. Zwei Bauvorhaben sind realisiert worden: die Brücke über die Berste und die Straße mit dem ersten Teil im zweiten Bauabschnitt. Ingrid Hoberg

Kein Scherz zum 1. April: Die Brücke über die Berste und die Bahnhofstraße sind fertig gebaut und für den rollenden Verkehr wieder freigegeben. Die Zeit der Umleitung über Jägerstraße und Schützenplatz ist vorbei. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) nahm die erste Verkehrsfreigabe in diesem Jahr und in seiner Amtszeit vor - unterstützt von Mitarbeitern der Baufirmen und der Planungsbüros, die bei diesem Projekt gut zusammengearbeitet haben. Das bei Bauvorhaben Ungewohnte diesmal - eine Übergabe vier Wochen vor dem geplanten Termin.

Das heißt jedoch nicht, dass es sich um eine unkomplizierte Baustelle gehandelt hat. "Es war ein enger Bereich, auf dem alle Firmen arbeiten mussten", stellt Volkard Raden vom Planungsbüro Voigt-Ingenieure fest. Nicht nur Brücke und Straße wurden gebaut, es war die EnviaM mit dem Verlegen von Stromkabeln beteiligt. Trinkwasser und Gas wurden im gesamten Baubereich neu verlegt, Schmutzwasserschächte wurden vom städtischen Eigenbetrieb SÜW saniert. "Die Gesamtbaukosten liegen bei 850 000 Euro", sagt Bürgermeister Kolan. Für die Brücke gab es vom Land eine Zuwendung von 50 Prozent der Baukosten zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, für die Straße 130 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Maßnahmen des Klimaschutzes. Insgesamt wurden Fördergelder in Höhe von 435 000 Euro eingesetzt.

Abgeschlossen ist damit in der Bahnhofstraße der erste Teil im zweiten Bauabschnitt. "Wir wollen die Bahnhofstraße bis zum Bahnhof weiterbauen, doch für Maßnahmen im Immissions- und Klimaschutz gibt es zurzeit keine Förderzusagen", erklärt Bauamtsleiter Frank Neumann. Die Planung werde fortgeführt, doch in diesem Jahr sei Lübben nicht dabei.

Autofahrer und Radfahrer nahmen die neue Straße ohne Probleme gleich nach der Freigabe in ihren Besitz. Die letzte Absperrung war gerade abgebaut, da rollte der Verkehr auf glattem Asphalt über die Brücke.

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