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| 11:49 Uhr

Lübben
Ermittlungen nach Spreewerk-Explosion dauern an

Die Luftaufnahme zeigt die Betriebshalle des Munitionsentsorgungswerks Spreewerk nach der Explosion.
Die Luftaufnahme zeigt die Betriebshalle des Munitionsentsorgungswerks Spreewerk nach der Explosion. FOTO: Polizeidirektion Süd / dpa
Dresden/Lübben. Nach der Explosion im Spreewerk in Lübben haben die Ermittler auch zwei Wochen nach dem Ereignis noch keine endgültige Klarheit über den Hergang. Immerhin: Der Tote ist mittlerweile eindeutig identifiziert.

Bisher ist nur die Identität des Toten klar. Das habe ein DNA-Abgleich ergeben, teilte die Polizeidirektion Süd in Cottbus am Donnerstag mit. Der 55-Jährige war Mitarbeiter der Firma und wohnte im ostsächsischen Kreba-Neudorf. Dort wird das sogenannte Todesermittlungsverfahren geführt, das auch die Ursache der Explosion klären soll.

Beim Landeskriminalamt Sachsen (LKA) laufen Ermittlungen, warum der Mann in seinem Wohnhaus größere Mengen von Explosivstoffen und Munition lagerte. Der 55-Jährige soll eine Zulassung für den Umgang mit Pyrotechnik besessen haben und Sportschütze gewesen sein. Seine Lebensgefährtin wohnte im Land Brandenburg, er sei auch nicht immer in Kreba-Neudorf gewesen, hieß es in der Polizeidirektion Süd.

Bei der Explosion am 16. März hatte zudem ein 53 Jahre alter Beschäftigter einen Schock erlitten. Wegen der Explosionsgefahr konnten Helfer erst Stunden später an das Gebäude heran. Die Leiche des 55-Jährigen war so erst am Tag nach dem Unglück gefunden worden. Auf dem 180 Hektar großen Gelände der Spezialfirma werden alte Munition, nicht mehr benötigter Sprengstoff oder auch Pyrotechnik und Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht.

(dpa/bob)