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| 17:12 Uhr

Explosion im Spreewerk
Spreewerk: Ursache der Explosion ist weiter unklar

Räumarbeiten des THW nach der Explosion im Spreewerk. Mit der Fachgruppe Räumen aus Cottbus war der Ortsverband im Einsatz.
Räumarbeiten des THW nach der Explosion im Spreewerk. Mit der Fachgruppe Räumen aus Cottbus war der Ortsverband im Einsatz. FOTO: THW/Saskia Grote-Buder / LR
Lübben. Identität des Verunglückten muss noch zweifelsfrei geklärt werden. Betrieb hat Arbeit wieder aufgenommen.

Nach der Explosion in einer Werkhalle des Lübbener Spreewerks gehen die Ermittlungen zum Hergang weiter. Das wird Polizeisprecherin Ines Filohn zufolge „geraume Zeit dauern“. Die Ursache der Explosion ist weiterhin völlig unklar.

Am Freitagvormittag hatte es mindestens eine Detonation gegeben. Eine Werkhalle war schwer beschädigt worden. Ein Mitarbeiter erlitt einen Schock, ein weiterer war zunächst vermisst. Am Samstagnachmittag wurde nach schwieriger Suche ein Toter geborgen. Dessen Identität muss noch zweifelsfrei geklärt werden, so die Sprecherin weiter. Die Geschäftsführung des Spreewerks hat der Familie des Verstorbenen nach eigenen Angaben dennoch bereits ihr tiefempfundenes Mitgefühl ausgedrückt.

Am Montag wurde die Arbeit im Spreewerk zumindest teilweise wieder aufgenommen. Am Sonntagabend war der Einsatzort nach umfangreicher Spurensuche wieder ans Unternehmen zurückgegeben worden.

Angaben des Landkreises Dahme-Spreewald zufolge waren nach der Explosion 58 Helfer im Einsatz. Ein Einsatzstab sondierte die Lage, aus der Luft wurden Bilder gefertigt. Etwas später wurde das Technische Hilfswerk Lübben hinzugezogen. Als Fachberater und Verbindungsperson zur Einsatzleitung der Feuerwehr wurde Ortsbeauftragter Ronny Schulz angefordert, der mit seinem Zugführer sofort hinkam. Ihre Aufgabe: Die Trümmersuche sowie das Abstützen und Versteifen des einsturzgefährdeten Gebäudes. Doch zunächst kam es nicht dazu. Am Freitagabend wurde der Einsatz abgebrochen, weil eine chemische Reaktion geklärt werden musste, berichtet Ronny Schulz. In der Nacht kam die Freigabe. Um 8 Uhr am Samstag trafen sich THW und LKA vor Ort. So wie das THW die Trümmer beiseite räumte – verstärkt durch die Fachgruppe Räumen aus Cottbus –, sicherte das Landeskriminalamt die Spuren zur Ursachenermittlung, auch nach dem Fund des Verunglückten. Etwa 22 THW-Helfer pro Tag sicherten ab, dass „von oben nichts runterkam und nichts einfällt“, sagt Ronny Schulz.