Unbekannte haben mehrere Tonnen Fräsgut in großem Stil bei Lübben entsorgt - und müssen nun zittern. Denn auf Zeugenaufrufe hat es mehrere Hinweise gegeben. Das bestätigte das Kreisumweltamt der RUNDSCHAU auf Nachfrage. Dem Verursacher könnten empfindliche Strafen drohen.
Was war passiert? Auf etwa 1000 Metern Länge ist Bauschutt auf einem Sandweg zwischen den Lübbener Ortsteilen Lubolz und Hartmannsdorf entsorgt worden. Aufgrund der großen Menge vermutet das Amt, dass eine Vielzahl Lkw, zudem Technik zum Verteilen des Asphaltfräsguts nötig gewesen waren.

Bauschutt auf Feldweg bei Lübben illegal entsorgt

Das „unsachgemäße Aufbringen“, wie die Entsorgung des Schutts in behördendeutsch heißt, verstößt dem zuständigen Sachgebietsleiter des Umweltamt zufolge gegen naturschutz- und abfallrechtliche Regelungen. Die Behörde schätzt ein, dass die illegale Abfallentsorgung zwischen dem 25. Mai und dem 7. Juni 2020 erfolgt sein muss.
Das Umweltamt des Landkreises Dahme-Spreewald bezeichnet den Fall als besonders heikel. Deshalb wählte es den ungewöhnlichen Schritt, durch öffentliche Aufrufe nach dem Verursacher zu suchen. In Text und Bild, inklusive Lageplan, war an schwarzen Brettern der benachbarten Orte auf das Vergehen hingewiesen und um Informationen gebeten worden.

Ermittlungen zur illegalen Schuttentsorgung laufen noch

Die Ermittlungen aufgrund der Hinweise dauern derzeit an. Nach deren Abschluss ist laut Umweltamt beabsichtigt, den Verursacher der illegalen Abfallentsorgung zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Asphaltfräsguts heranzuziehen. Und das kann teuer werden.
Darüber hinaus bittet das Umweltamt auch weiter um Hinweise in der Sache. Es war und ist wegen der großen Menge, die illegal aufgebracht wurde, optimistisch, dass Bürger Informationen geben können.