Der Sommer neigt sich dem Ende. In Klein Leine haben sich die Störche bereits in Richtung Süden verabschiedet, schreibt Leser Heinz Fechner. „Aber 2020 war ein erfolgreiches Storchenjahr“, sagt er. Drei junge Störche wuchsen heran. Trotz Trockenheit hätten die Altvögel auf den Wiesen und Weiden sowie im Briesener Luch genug Futter gefunden.

Störche erst seit 2016 in Klein Leine

Zuhause sind die Störche in Klein Leine aber erst seit 2016, so Fechner. Zuvor hätten die Störche immer mal das Dorf inspiziert, ein paar Tage in Klein Leine kampiert und seien dann weitergezogen. Die von Einwohnern gebauten Nisthilfen blieben unberührt. Und im Jahr 2016 wählte ein Storchenpaar den Strommasten an der Kreuzung mitten im Dorf für sein Nest aus. Dies war nicht ungefährlich, denn die Zweige hingen zwischen den Stromleitungen. Mit Hilfe der Naturwacht wurde ein Nistkorb auf den Masten nebenan angebracht, der sofort von dem Storchenpaar bezogen und für die Brut vorbereitet wurde. Im ersten Jahr gab es zwei Jungstörche, 2017 drei und 2018 sogar vier. Damals verletzte sich ein Jungvogel beim ersten Flugversuch und wurde von engagierten Einwohnern zur Försterei Heindel nach Reddern gebracht. Im vergangenen Jahr gab es wieder zwei Junge.

Bad Liebenwerda

Die Störche sind zwischen April und August ein wichtiges Gesprächsthema im Ort. „Junge Muttis mit ihren Kindern und Großeltern mit ihren Enkeln sowie viele Fahrradtouristen verweilen oft auf einer Bank an der Kreuzung und fotografieren die Störche beim Brüten, bei der Futtersuche auf dem nahe gelegenen Sportplatz und auch beim Füttern der Jungtiere“, berichtet Fechner. Sie seien auch nicht zu Überhören, bis in die Nacht hinein ist das Klappern als Begrüßung zu hören. Nun hoffen alle im Ort, dass die schwarz-weißen Vögel auch im nächsten Jahr wieder nach Klein Leine kommen, um ihre Jungen aufzuziehen.