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Erdkröten wandern in Staakmühle zu Tausenden

Auch Teichmolche sind in Staaakmühle registriert.
Auch Teichmolche sind in Staaakmühle registriert. FOTO: Ludwichowski/Nabu
Staakmühle. Mit mehrwöchiger Verspätung hat vor wenigen Tagen in Staakmühle die große Wanderung der Amphibien begonnen. Bis Mitte/Ende des Monats werden sich Frösche und Kröten zu Tausenden aus ihren Überwinterungsquartieren in den Dahme-Wiesen zum örtlichen Mühlteich begeben. Torsten Richter-Zippack/trt

Dank des von hiesigen Naturschützern aufgebauten, 110 Meter langen Zauns, der täglich kontrolliert werde, seien jetzt erste Zahlen für die Saison 2015 bekannt geworden, informiert Helfer Sebastian Fuchs.

Bis Ende März hätten die Naturschützer bereits um die 2000Amphibien gezählt. Mit Abstand häufigste Art sei mit über 1600 Exemplaren die Erdkröte. Darüber hinaus hätten auch Gras-, Moor-, Teich-, See- und Wasserfrösche Eingang in die Statistik gefunden. Auch Teichmolche seien registriert worden, Kammmolche dagegen nicht.

Sebastian Fuchs rechnet mit einer Fortsetzung der Wanderung bis etwa Mitte April. Die Amphibien seien dieses Jahr recht spät dran. Ursache bilde das über Wochen trockene und nachtkalte Wetter. Erst mit dem einsetzenden Regen Ende März hätten sich ideale Bedingungen für Frösche und Kröten eingestellt.

Obwohl die Tiere durch den Zaun von der Straße weitgehend abgeschirmt sind, bitten die Naturschützer die Autofahrer dennoch um Vorsicht. Besonders zwischen den Brücken über den Dahme-Umfluter und die eigentliche Dahme könnten immer mal wieder Tiere auf der Fahrbahn auftauchen.

Seit Kurzem weise auch ein entsprechendes Verkehrsschild auf die Situation hin.