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| 01:35 Uhr

Enttäuscht von Krausnickern und Groß Wasserburgern

Zu der Bürgerversammlung in Krausnick-Groß Wasserburg im Rahmen der RUNDSCHAU-Serie „Ortsporträt“ und darüber, was die Einwohner während des Treffens thematisierten, schreibt Katharina Heide: Mit großem Befremden habe ich die Beiträge über den Stammtisch in Krausnick-Groß Wasserburg gelesen. Man könnte meinen, in diesem Ort leben nur Menschen, die gegeneinander arbeiten.

Wollten wir uns wirklich so in der Ortsporträt-Serie unserer Lokalpresse präsentieren? Ich hätte lieber gelesen, wie schön es bei uns ist, wie wir zusammenwachsen, zum Beispiel wenn sich die Senioren beider Ortschaften gemeinsam treffen. Es hätte gesprochen werden können über unsere Gaststätten und über das Hotel, den Rastplatz und die Pensionen mit den jeweiligen Möglichkeiten, dass man hier reiten und paddeln kann, dass es Fußballspiele, Läufe, Lampion umzüge und tolle Feste gibt, dass wir eine wunderschöne Kirche haben, in der Gottesdienste, Konzerte und Führungen stattfinden, wo die Kosaken-Chöre, die Jäger und Reiter gern zu Gast sind. Themen hätten sein können unsere wunderschönen Friedhöfe, die Geschäfte und Firmen, die wir haben, unsere Besonderheiten, den Aussichtsturm, die Heideseen, Tropical Islands, unsere Geschichte und all die urigen Typen, die hier lebten. Ich hätte lieber etwas gelesen über die Feuerwehr, jetzt und früher, über alles Engagement und die Tüchtigkeit der Menschen in Krausnick-Groß Wasserburg – allen voran unsere Bürgermeister und Gemeindevertreter – und wie wir noch besser gemeinsam all dies Schöne nutzen können.

Stattdessen werden die aktivsten und tüchtigsten Leute in unserem Dorf in unsachlicher Form angegangen. Ein ehemaliger Bürgermeister müsste doch wissen, wie die Dinge laufen. Er sollte lieber selbst mal einen Müllsack mit vom Turm nehmen, wenn er da überhaupt einen vollen findet. Wie oft werde ich im Dorf nach dem Landhotel gefragt, obwohl diese Frage zeigt, dass man wenigstens weiß, dass es ein solches gibt.

Konstruktive Kritik und Vorschläge zur Problemlösung gehören zu solch einem Treffen dazu. Beim Frustablassen bin ich mir schon nicht so sicher. Denn da fehlen oft Ehrlichkeit, Redlichkeit und Gemeinsinn. Ich hätte mehr von uns Krausnick-Groß Wasserburgern erwartet. Schade.