(asd) Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) ist von der Diskussion über die Brücke bei Lehnigksberg (RUNDSCHAU berichtete) genervt. Dabei hatte Günter Piesker (die stadtfraktion) während der Stadtverordnetensitzung kürzlich lediglich gefragt, ob „die Brückenposse jetzt erledigt“ sei. Für Kolan liegt es „im Auge des Betrachters, von einer Brückenposse zu sprechen. Für mich ist es eher eine Posse, sich über die Einengung auf der Brücke zu echauffieren. Ich halte es für wichtiger, dass wir die Sanierung des Bauwerks zu 90 Prozent gefördert bekommen haben und die Brücke jetzt wieder befahrbar ist.“

Die Engstelle, die keine Begegnung von Radfahrern zulässt, ist für den Verwaltungschef kein Problem: „Die Leute wissen schon, wo sie hinlenken müssen. Ich finde, das Thema wird ziemlich aufgezogen.“ Paul Bruse (die stadtfraktion) teilt diese Auffassung nicht: „Der Ärger ist doch wegen des schlechten Informationsflusses an uns Stadtverordnete entstanden.“ Er überraschte zudem mit einer interessanten Aussage: „Die Schiene ist keine Kleinbahnschiene. Sie diente lediglich als Hängevorrichtung für Wartungsarbeiten unterhalb der Brücke. Das hat mir ein Bürger erzählt.“

Burkhard Herzke (Pro Lübben) wundert sich über die Ausführung mit dem hohen Gitter, das die Fahrbahn einengt: „Ich dachte ursprünglich, die Brücke dient auch als Rettungsweg, so stabil wie die saniert wurde.“ Die Diskussion könnte Folgen haben. Das zumindest konnte man zwischen den Zeilen von Frank Neumanns Worten heraushören. Der Bauamtsleiter erinnerte daran, dass die Lösung für die Brücke „der kleinste denkbare Kompromiss für den Denkmalschutz war. Beton, wie jetzt verwendet, hatte die Behörde anfangs abgelehnt. Mal sehen, ob uns bei der zweiten Brücke ganz in der Nähe auch ein Kompromiss mit dem Denkmalschutz gelingt.“