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| 01:32 Uhr

Energieregion ohne Spreewald

Lübbenau. Der Spreewald sollte aus der Bezeichnung der Energieregion Lausitz-Spreewald der gleichnamigen Südbrandenburger Vermarktungs-GmbH gestrichen werden. Diese Empfehlung haben die Marketingexperten des Ferienresorts Tropical Islands, des Chemiekonzerns BASF und des Energieunternehmens Vattenfall im Namensstreit gemacht. pk

Das erklärt Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Demnach können die Marketingfachleute die Bedenken der Touristiker, die mit der Kombination aus den Worten Energie und Spreewald die touristische Marke gefährdet sehen, nachvollziehen. Der IHK-Tourismusausschuss hatte die Fachleute um ihr Urteil gebeten, um in dem Namensstreit zu einem Kompromiss zu gelangen.So empfehlen die Experten, den Namen der GmbH auf Energieregion Lausitz zu reduzieren oder ihn in Energieregion Südbrandenburg zu ändern. Als Basis des Namens sollte das Reizwort Energie jedoch erhalten bleiben und nicht etwa durch Zukunftsregion, Wissenschaftsregion oder einen neuen Kunstnamen ersetzt werden, da es das inhaltliche Profil der Region definiere. "Nun liegt der Ball bei den Gesellschaftern - also den vier Südbrandenburger Landkreisen und der Stadt Cottbus, eine Entscheidung zu fällen", erklärt der IHK-Chef.Er selbst könne mit einem solchen Kompromiss leben, sagt Krüger. Er würde es aber auch bedauern, wenn der Spreewald aus dem Namen herausfällt. "Schließlich ist der Spreewald-Tourismus in der Region eine wesentliche wirtschaftliche Stütze." Der Spreewald sei nicht nur eine bundesweit bekannte Marke, sondern würde in Kombination mit dem Regionennamen auch das Augenmerk auf die Lebensqualität lenken. "Das ist wichtig, wenn wir Fachkräfte hierher ziehen wollen", betont Krüger. In der Diskussion solle sich der Blickwinkel nicht verengen. "Der Spreewald und die Energieregion führen seit fast 100 Jahren eine symbiotische Beziehung", so Krüger. Geschadet habe das bislang keinem. pk