Während die Lieberoser Seite sich noch mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Zwangsfusion wehrt, ist man in Straupitz längst auf dem Weg, sich im Sinne des Gesetzes vorzubereiten. Auf der Sitzung des Amtsausschusses in der vergangenen Woche berichtete Amtsdirektor Bernd Boschan über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
Bis zum 17. April hätten beide Ämter Zeit gehabt, sich gegenüber der Kommunalaufsicht zu äußern, sagte Boschan. Das Amt Oberspreewald habe seine Hausaufgaben gemacht. Der Amtsausschuss habe sich kurzfristig und einstimmig für eine Wahlbehörde im jetzigen Amt Oberspreewald ausgesprochen. Die ursprünglichen Überlegungen, Lieberose als Wahlbehörde zu benennen, seien aber am dortigen Amt gescheitert. Es sei signalisiert worden, dass innerhalb der gesetzten Frist keine Sitzung stattfinden werde. Deshalb habe man auch Lieberose nicht vorschlagen können. Der Amtsausschuss habe ihn zur Wahlbehörde gemacht, sagte Boschan der RUNDSCHAU. Die Kommunalwahl findet am 26. Oktober statt
Tatsache ist, dass nach dem Gesetz die Ämter Lieberose und Oberspreewald zu einem neuen Amt verschmelzen wollen. Alle bisher unternommenen Versuche in diese Richtung sind gescheitert, nachdem man im Amt Lieberose mehrheitlich gegen die Fusion ist.
Aus der Sicht von Amtsdirektor Bernd Boschan sei nun abzuwarten, wie die Kommunalaufsicht des Landkreises reagiere, denn die sei gefordert, wenn zwischen den beiden Ämtern keine Einigung erzielt werde. Von ihr erwartet der Amtsdirektor eine schnelle Entscheidung.
Er selbst muss sich nicht, wie die bisherigen Amtsdirektoren in künftigen amtsfreien Gemeinden, der direkten Wahl stellen. Vielmehr werde ein neuer Amtsdirektor aus den Reihen der im neuen Amtsausschuss vertretenen Bürgermeister gewählt. (km)