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| 13:56 Uhr

Feuerwehr Lubolz
Alle Spinde bei der Wehr belegt

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lubolz sind im vergangenen Jahr während der Ganztagsübung von Wehren der Stadt Lübben im Ortsteil dabeigewesen erfolgreich.
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lubolz sind im vergangenen Jahr während der Ganztagsübung von Wehren der Stadt Lübben im Ortsteil dabeigewesen erfolgreich. FOTO: Andreas Staindl
Lubolz. Mitgliederzahlen haben sich in Lubolz gut entwickelt. Jubiläum wird in diesem Jahr gefeiert. Von Andreas Staindl

 Die Freiwillige Feuerwehr Lubolz ist eine starke Stütze der Wehren in der Kreisstadt. Sie hat zuverlässige Einsatzkräfte, überzeugt mit guter Ausbildung und kurzen Ausrückzeiten. „Wir sind ein verlässlicher Partner geworden“, sagte Maik Köllnick während der Jahreshauptversammlung am Samstagabend.

„Zudem steigt bei uns die Zahl der Einsatzkräfte. Das ist nicht überall der Fall.“ Der Ortswehrführer ist stolz auf die positive Entwicklung. Er verwies darauf, dass die Wehr in Lubolz im Jahr 2004 kurz vor dem Aus stand, inzwischen aber zu den stärksten Feuerwehren der Stadt Lübben gehört. 133 Mitglieder zählt die Wehr im Ortsteil der Kreisstadt. „Das zeigt, welche Bedeutung die Feuerwehr für Lubolz hat“, sagte Maik Köllnick.

20 aktive Einsatzkräfte gibt es, darunter eine Frau. Das hat zu einem „Luxusproblem“ im Gerätehaus geführt. Alle Spinde der aktiven Feuerwehrleute sind belegt. Im Einsatzfall wird es eng, wie der Ortswehrführer erzählte. Den 19 Mitgliedern der Kidsfeuerwehr stehen vier Spinde zur Verfügung. Ein Anbau soll die Situation entschärfen.

Die Diskussion darüber ist eröffnet. „Wir haben 30 000 Euro für Planungskosten im Haushalt dieses Jahres eingestellt“, erklärte Lars Kolan (SPD). „Jetzt geht es daran, gemeinsam mit der Ortswehr an der Umsetzung zu arbeiten.“ Lübbens Bürgermeister dankte den Feuerwehrleuten in Lubolz für ihr ehrenamtliches Engagement: „Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass sie da sind.“

28 Mal ist die freiwillige Feuerwehr des Ortsteils 2017 ausgerückt; im Jahr zuvor waren es 13 Einsätze. Auch die 339 Einsatzstunden sprechen eine deutliche Sprache. Sie haben sich dem Ortswehrführer zufolge innerhalb der vergangenen fünf Jahre verdoppelt. Er verwies zudem auf die große Bereitschaft der Kameradinnen und Kameraden, sich weiterzubilden. Zahlreiche Lehrgänge wurden im vergangenen Jahr besucht, von der Truppmann- über die Ersthelferausbildung, die Schulung für Atemschutzträger und im Brandcontainer bis zur Fortbildung für Führungskräfte. 941 Ausbildungsstunden in mehr als 30 Einheiten seien 2017 geleistet worden.

Stadtverordneter Peter Rogalla (Die Linke) würdigt die „lebendige Feuerwehr in einem lebendige Ortsteil. Es hat sich gelohnt, vor etwa zehn Jahren in einen neuen Feuerwehrstandort im Dorf zu investieren.“ Der Stadtverordnetenvorsteher verwies darauf, dass die Kreisstadt künftig fast doppelt so viel Geld (24 000 Euro) wie bisher für die Entschädigung der Kameraden zur Verfügung stellen will. Die entsprechende Satzung sei in Arbeit.

Auch Stadtbrandmeister Bernd Wrege dankte den Feuerwehrleuten in Lubolz und würdigte die große Zahl an Einsatzkräften: „Schön, dass sie ein Luxusproblem haben, obwohl das Gerätehaus noch nicht alt ist.“ Die Tageseinsatzbereitschaft allerdings ist auch im Ortsteil ein Problem. „Während der kritischen Tageszeit stehen uns nur sehr wenige Kameraden zur Verfügung“, erklärte Maik Köllnick. Er bat deshalb die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, die aktiven Kameraden im Ernstfall zu unterstützen: „Wir brauchen jede helfende Hand.“

Die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sind ohnehin sehr engagiert. Etwa 120 Einsatzstunden haben sie im vergangenen Jahr für die Pflege und Präsentation der Alttechnik, des alten Gerätehauses und dessen Umfelds geleistet, wie Dieter Bruck informiert. Der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern. Franziska Bullan, Manuel Kabitschke und Christopher Breszgott kümmern sich um die derzeit 19 Kinder. Damit zählt Lubolz auch in diesem Bereich zu den personell stärksten aller Nachwuchsfeuerwehren in der Stadt Lübben.

„Die Mädchen und Jungen sind die Zukunft unserer Wehr“, sagte Manuel Kabitschke. „Wir brauchen aber Unterstützung. Es müssen keine Feuerwehrleute sein, auch Angehörige können uns helfen.“ Seit dem vergangenem Jahr gibt es zudem einen Feuerwehrverein in Lubolz. Er zählt zurzeit zehn Mitglieder, wie der Vorsitzende Benjamin Müller sagte.

Zu den nächsten Vorhaben gehört auch die Mitorganisation des 105. Geburtstags der Freiwilligen Feuerwehr Lubolz in diesem Jahr. Er soll im September gefeiert werden. Lübbens Bürgermeister hatte eine finanzielle Anerkennung schon zugesagt: „Ich hoffe, dass der Feuerwehrverein auf mich zukommt“, stellte er fest.