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Eine frische Teerschicht für den Holzkahn

Herbert Rudolph (l.) und Jochen Schellenberger haben gemeinsam den traditionellen Holzkahn aufgearbeitet.
Herbert Rudolph (l.) und Jochen Schellenberger haben gemeinsam den traditionellen Holzkahn aufgearbeitet. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Es gibt nicht mehr viele Holzkähne, die zum Saisonbeginn im Spreewald ins Wasser gebracht werden. Die meisten Fährleute sind inzwischen mit einem Stahlblech- oder Aluminium-Gefährt auf den Fließen unterwegs. I. Hoberg

Doch der Lübbener Herbert Rudolph hält an der Tradition fest und bereitet auch in diesem Frühjahr wieder seinen Holzkahn für Ausflüge auf den Fließen vor. Gemeinsam mit Jochen Schellenberg hat er dieser Tage die alte Teerschicht mit der Bürste abgeputzt, kleine Schäden ausgebessert und wieder neu geteert. Anschließend kam der Kahn ins Wasser und muss nun noch ein paar Tage liegen, ehe die erste Tour mit der Familie und mit Bekannten unternommen werden kann. Der Kahn ist rund acht Meter lang und hat acht Plätze. "Schon als Neunjähriger bin ich mit meinem Opa zum Fischen und Netzestellen gefahren", erzählt der 81-Jährige. Jochen Schellenberg hat ihm wieder bei den Arbeiten am Kahn geholfen, doch staken kann er nicht. "In diesem Jahr muss ich es wirklich lernen", sagt er.