Gabriela Müller aus Großräschen, bekannt auch als Mitgestalterin der szenischen Lesungen aus der Geschichte der Stadt Lübbenau, hat ein Manuskript vorgelegt, das die Freunde der Lübbenaubrücke erworben haben.
Auf etwa 100 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte der Planung, des Aufbaus, des Erhalts und des Umbaus der Lübbenauer Neustadt. Es werden die Ereignisse chronologisch dargestellt. Alles beginnt zum Anfang des 20. Jahrhunderts, als zwei Kohlefelder entdeckt wurden, die später zum Kraftwerksbau und zur Errichtung der Lübbenauer Neustadt führten. „Der Leser erhält einen Einblick in die Planungsphase dieses Stadtteils und des Aufbaus ab 1957“ , sagt Gabriela Müller. Doch die Menschen sollen nicht vergessen werden. Mit kleinen Episoden werde an die Gründung der Hausgemeinschaften, an das gemeinsame Arbeiten und Feiern erinnert. „Auch die Schattenseiten ökonomischer, ökologischer und sozialer Art werden nicht verschwiegen“ , betont Gabriela Müller.
Auf diesem Material aufbauend, könnte ein Text-Bildband entstehen, sagt Jürgen Othmer. Fotos über die jüngste Lübbenauer Geschichte könne die Arbeitsgruppe Zeitgeschichte zur Verfügung stellen. „Doch wir werden das Buch nur auf-legen, wenn sich viele Interessenten melden“ , sagt er. Deshalb liegt im Projektbüro Lübbenaubrücke im Einkaufscenter Kolosseum, Telefon 03542/40 36 92, eine Liste aus, in der sich Interessenten eintragen können. Dort gibt es auch Informationen zu diesem Projekt. „Die Kosten für ein solches Buch veranschlagen wir zurzeit mit 20 bis 30 Euro je Exemplar. Es könnte im Herbst erscheinen“ , sagt Dr. Othmer.