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| 18:24 Uhr

Bildung
Ein „Würfel“ für die Liuba-Schule

Analog zum Anbau ganz links soll ein würfelförmiges Gebäude rechts entstehen. Über einen weiteren Anbau im Eingangsbereich an der Front zur Straße hin wurde erstmals im Bauausschuss auf Vorschlag des Architekten gesprochen.
Analog zum Anbau ganz links soll ein würfelförmiges Gebäude rechts entstehen. Über einen weiteren Anbau im Eingangsbereich an der Front zur Straße hin wurde erstmals im Bauausschuss auf Vorschlag des Architekten gesprochen. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Lübben. Zweiter Anbau ist diese Woche im Bauausschuss vorgestellt worden. 2019 könnte es losgehen. Von Ingvil Schirling

Die Pläne für den zweiten „Würfel“ an der Lübbener Liuba-Grundschule hat Architekt Vilco Scholz am Mittwoch im Bauausschuss vorgestellt. An der Grundidee wird festgehalten, doch ein paar wichtige Eckpunkte und eine Neuerung gilt es zu beachten.

Die gute Nachricht vorweg: Die Belastung während der Bauzeit wird nach Einschätzung des Architekten „ungleich geringer“ sein als für den ersten Anbau, der vor mehreren Jahren errichtet wurde. Der Grund: Die zweite würfelförmige Erweiterung kann weitgehend von außen aufgebaut werden, erklärte er. Fördermittel für das 1,8-Millionen-Euro-Projekt sind beantragt über das Programm „soziale Integration im Quartier“ des Innenministeriums Brandenburg. Nun wird geprüft, mit einer Entscheidung rechnet die Stadtverwaltung im November. Funktioniert alles nach Plan, könnte 2019 schon der erste Spatenstich erfolgen.

Die Gestaltung des Erweiterungsbaus lehnt sich Architekt Scholz zufolge eng an den ersten Würfel an. Zwischen dem Anbau und dem Hauptgebäude soll ein Lift eingebaut werden, „sodass der Würfel dann etwas weiter heraussteht als der rechte“, sagte er. Trotzdem soll die Zufahrt für Rettungsdienst und Feuerwehr noch 3,35 Meter breit sein. Drei Meter sind gefordert. Absprachen zum Thema Brandschutz laufen aber noch.

Ganz neu in die Diskussion kam als Ergebnis eines Wunsches der Schule ein weiterer möglicher Anbau. Es gibt die Idee, dass die Hortleitung in die Räume der Schulleitung einziehen könnte und diese wiederum gemeinsam mit dem Sekretariat einen Klassenraum bezieht. So bestätigte es die Stadtverwaltung auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Besprochen werden muss das alles noch in der Schulkonferenz, die Montag über die Anbaupläne berät. Danach will sich auch Schulleiterin Anke Pommerening zu den Vorschlägen äußern.

Die Vorstellung, dass Schulleitung und Sekretariat in einen Klassenraum ziehen, wurde im Bauausschuss eher zurückhaltend aufgenommen. Architekt Vilco Scholz sah das schon deshalb kritisch, „weil wir dann drei neue Räume schaffen würden und einen gleich wieder verlieren“, sagte er.

Alternativ schlug er vor, im ersten Stock über dem Eingangsbereich zur Straßenseite (der zweite Würfel entsteht zum Schulhof hin) einen weiteren Anbau als „leichten Baukörper“ zu errichten, der auf einer Tragekonstruktion stünde. In diesem könnte dann die Schulleitung mit dem Sekretariat einen Raum beziehen.

Bauausschussmitglied Andreas Rieger (CDU/Grüne), selbst Architekt, erweiterte den Vorschlag noch. Wenn ohnehin eine Tragekonstruktion entstehe, könne der Anbau doch auch gleich ein Erdgeschoss mit umfassen. Er wäre dann zweigeschossig. Rieger wies darauf hin, dass sonst der Gewinn von verhältnismäßig wenig Raum mit hohen Kosten verbunden sein würde.

„Das ist richtig, das wäre teuer erkauft“, räumte Vilco Scholz ein. „Der Vorschlag ist gut, aber auch nicht ohne“, sagte er zur Zweigeschossigkeit mit Hinweis auf dort verlaufende Medien. In jedem Fall müsste diese Option, erstmals im Bauausschuss überhaupt angesprochen, zunächst gründlich geprüft werden.

Ungleich weiter sind die Pläne für den Würfelbau. Das zugehörige Brandschutzkonzept soll im Oktober fertig werden. Dann kann auch der Bauantrag gestellt werden. Mit dem Bauordnungsamt des Landkreises sei auch schon gesprochen worden.

Dennoch steht ein Spatenstich für den zweiten Würfel im kommenden Jahr noch nicht 100-prozentig fest. „Es wird jetzt schon schwer, interessierte Partner dafür zu finden“, sagte Vilco Scholz mit Blick auf die Bindung der Baufirmen.