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| 01:10 Uhr

„Ein Stückchen Zusammenleben“

Lübben.. „Darf ich das hier mal zur Seite legen?“ , fragte Horst Wagenfeld und erntete Lachen. Legte er doch die Schatulle mit der Neuhausmedaille auf die Flügelsaiten. Aber so hatte er die Hände frei, die er braucht, wenn er erzählt.


Mit Wagenfeld und seinem Landschaftsarchitekturbüro arbeitet Lübben seit zehn Jahren zusammen, bewarb sich mit seinen Arbeiten dreimal um eine Landesgartenschau. Damals habe er mit seiner Vision vor allem zur landschaftlichen Gestaltung der Schlossinsel beigetragen, erinnerte Bürgermeister Lothar Bretterbauer. Unter seiner Regie sei sie verwirklicht worden. Gegenwärtig arbeite Wagenfeld an der Entwicklungskonzeption, auf deren Grundlage die Schlossinsel erweitert und die vorhandenen touristischen Anziehungspunkte ergänzt werden sollen.
„Zum dritten Mal haben wir gemeinsam die Laga nicht bekommen“ , so Bretterbauer, „und ich habe gespürt, wie auch er darunter gelitten hat.“ allerdings habe er von der Landesregierung gehört, dass die Absage nicht an dem Konzept gelegen habe, sondern wohl eher daran, dass man in Potsdam wisse, „dass wir das auch ohne Landeshilfe umsetzen können“ .
Wie Bretterbauer „viele angenehme Stunden der Zusammenarbeit“ herausstrich, betonte Wagenfeld: „Das Ungewöhnliche hier ist die gute Zusammenarbeit,“ wobei er zu seiner Beziehung zu Lübben einräumte, „das ist ein Stückchen Zusammenleben“ .
Es ginge immer darum, „wie man miteinander kann“ . Deshalb sehe er sich „nicht ganz zu Recht hier stehen“ , verwies der Architekt auf die Unterstützung seines jungen Kollegen Markus Thelen, der auch seit zehn Jahren für Lübben mitarbeite, und seiner Frau Johanna. Dass seine Idee von der Schlossinsel nicht nur verwirklicht, sondern von den Menschen angenommen wurde - „Sie ist nämlich gepflegt.“ - und dass diese „nun eine Fortsetzung erfahren soll, das ist toll“ , sagte Wagenfeld. Er sei überzeugt davon, dass es „sich lohnt, in die Zukunft zu gucken.“ (dh)