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| 02:45 Uhr

"Ein Leben für die Kunst”

In Gedenken an die Wildauer Künstlerin Sigrun Pfitzenreuter (1941 bis 2015) wird bis Anfang April im Lübbener Rathaus ein Einblick in ihr malerisches, grafisches und plastisches Schaffen gegeben.
In Gedenken an die Wildauer Künstlerin Sigrun Pfitzenreuter (1941 bis 2015) wird bis Anfang April im Lübbener Rathaus ein Einblick in ihr malerisches, grafisches und plastisches Schaffen gegeben. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Grafiken, Bilder, Plastiken: In der Lübbener Rathausgalerie sind Werke von Sigrun Pfitzenreuter ausgestellt. Sie gehörte zur Künstlergruppe 2010 im südlichen Berliner Raum. Ingrid Hoberg

"Sie konnte sich freuen wie ein Kind, deshalb hatte sie auch einen Zugang zu Märchen", sagte Michael Pfitzenreuter über sein Frau Sigrun. Zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Leben für die Kunst" in der Lübbener Rathausgalerie, in der etwa 40 Bilder zu sehen sind, hatte er auch einige Bücher mitgebracht, die sie gestaltete. Darunter befand sich das Buch "Puppenspiele", das zu einem Fachkongress in Berlin erschienen war und das sie liebevoll illustriert hatte. "Im Wesentlichen war sie Illustratorin", so Michael Pfitzenreuter. Auch Plakate und Programme gestaltete sie zum Beginn ihrer künstlerischen Arbeit. Später begann sie, auch mit Suralin und Ton zu arbeiten. "Dabei hat sie zunächst gar nicht an einen Verkauf gedacht", erklärte er.

Und so gab es am Dienstagabend neben den etwa 40 Bildern auch einige Plastiken zu sehen. Porträtiert habe sie immer Menschen, die ihr nahe standen, so Michael Pfitzenreuter.

Die Künstlerin Sigrun Pfitzenreuter ist in Lübben keine Unbekannte, hatte sie doch im Jahr 2010 mit der Künstlergruppe 2010 bereits eine Ausstellung im Rathaus zum Thema "20 Jahre Wiedervereinigung". Auch in der Lübbener Vertikale-Galerie des Landkreises Dahme-Spreewald wurden in diesem Jahr Arbeiten von ihr präsentiert. Die Gruppe ist ein Zusammenschluss von Künstlern im südlichen Berliner Umland, die sich für die Exposition Essen 2010 zusammengefunden hatte. Zu ihr gehört auch Sabine Fiedler aus Staakmühle. Sie engagierte sich bei der organisatorischen Vorbereitung der Exposition, die auf Anregung des Lübbener Grafik-Designers und Künstlers Sebastian Franzka zustande kam, wie Michael Pfitzenreuter erklärte.

Der Wildauer zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung beeindruckt vom Interesse in Lübben an künstlerischer Arbeit - bei der Verwaltung und bei den Gästen der Veranstaltung. "Und die Rathausgalerie ist auch ein schöner Raum. Die Farben der Bilder kommen hier gut zur Geltung", sagte er. Und auch Bürgermeister Lars Kolan (SPD) unterstrich, dass die Galerie von Besuchern gut angenommen werde. "Mancher kommt sogar außerhalb der Verwaltungssprechzeiten, wenn das Rathaus noch geöffnet ist - beispielsweise am Freitagnachmittag", sagte er.

Dass die Arbeiten von Sigrun Pfitzenreuter Menschen ansprechen, zeigte auch das Kaufinteresse am Dienstagabend. "Es wurden bereits drei Bilder verkauft", sagt Ute Dybski von der Stadtverwaltung. Sie ist Ansprechpartnerin zur Fragen rund um die Rathausgalerie (Telefon 03546 792403).

Zum Thema:
Die Ausstellung "Ein Leben für die Kunst" ist bis 6. April in der Rathausgalerie, Poststraße 5, Lübben, zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen: Montag und Mittwoch von 7 bis 16 Uhr, Dienstag von 7 bis 19 Uhr, Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag von 7 bis 14 Uhr. Die ausgestellten Arbeiten können käuflich erworben werden, eine Preisliste liegt im Rathaus aus.Sigrun Pfitzenreuter wurde 1941 in Elbing geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1961 zunächst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und später an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1966 erhielt sie ihr Diplom und wurde 1967 in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen.