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Lübben
Ehrenamtliche leiten Gottesdienste

Von links: Beatrix Möbus (Kuschkow), Gabriele Tulke (Luckau), Superintendent Thomas Köhler (Lübben), Sonja d’Heureuse (Kuschkow), Birgit Welzel (Calau), Gerd Kaufmann (Luckau) und Marina Gadomski (Luckau).
Von links: Beatrix Möbus (Kuschkow), Gabriele Tulke (Luckau), Superintendent Thomas Köhler (Lübben), Sonja d’Heureuse (Kuschkow), Birgit Welzel (Calau), Gerd Kaufmann (Luckau) und Marina Gadomski (Luckau). FOTO: Franziska Dorn
Lübben. Lektoren predigen in den Kirchen der Region. Sie haben in Lübben den Segen und eine Urkunde erhalten.

In Dahme-Spreewalds Kreisstadt sind Ehrenamtliche in das Amt als Lektorin, als Lektor, berufen worden. Sie sind nun befähigt, selbständig einen Gottesdienst zu leiten. In der Paul-Gerhardt-Kirche haben die Frauen und Männer aus der Region den Segen und eine Urkunde erhalten.

Von Januar bis November dieses Jahres trafen sich Sonja d‘ Heureuse aus Kuschkow, Birgit Welzel aus Calau und Gerd Kaufmann aus Luckau mehrmals im Monat mit acht anderen evangelischen Christen in Lübben. Dort wurden sie mit allem, was Lektoren wissen müssen, vertraut gemacht: Einführung in das Alte und Neue Testament, Liederkunde, Liturgie, Auftreten im Gottesdienst und der Umgang mit der vorgegebenen Predigt, die der Lektor nicht ablesen, sondern sich aneignen soll.

„Nicht jede, nicht jeder von Ihnen wusste zu Beginn des Kurses, ob am Ende wirklich das Lektorenamt steht. Einige wollten einfach nur mehr über den Gottesdienst und die Liturgie erfahren. Umso mehr freue ich mich, dass Sie nun doch den Verkündigungsdienst in Ihren Gemeinden leisten wollen“, sagte Superintendent Thomas Köhler.

Der Praxistest soll für einige der Lektorinnen und Lektoren nicht lange auf sich warten lassen. Sonja d´Heurese wird am 10. Dezember in Wittmannsdorf eine Andacht halten, Birgit Welzel aus Calau freut sich auf ihren ersten Einsatz im Heiligabendgottesdienst in Buchwäldchen. Für Gerd Kaufmann beginnt der Dienst im kommenden Jahr. Lektorinnen und Lektoren helfen dabei, ein flächendeckendes Gottesdienstangebot zu gewährleisten. Sie sind nicht zu Amtshandlungen wie Beerdigungen, Konfirmationen und Trauungen befähigt. Auch die Taufe und das Einsetzen des Abendmahls bleibt den Hauptamtlichen vorbehalten.

Den Abschluss des Kurses, der vom Kirchenkreises Niederlausitz angeboten wurde, bildeten praktische Übungen. Neben Referenten aus dem Kirchenkreis und der Landeskirche lehrte auch Generalsuperintendent Martin Herche aus Görlitz zu den Themen Glaubensbekenntnis und Segen.