ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:46 Uhr

DRK-Zentrum bekommt Hublift

Zum schwer überwindbaren Hindernis werden die acht Stufen am Eingang zum neuen DRK-Zentrum in Lübben. Ein vorgesehener Hublift kann allerdings frühestens zum Jahresende installiert werden.
Zum schwer überwindbaren Hindernis werden die acht Stufen am Eingang zum neuen DRK-Zentrum in Lübben. Ein vorgesehener Hublift kann allerdings frühestens zum Jahresende installiert werden. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Das DRK-Zentrum am Lübbener Ostergrund, eingerichtet in der ehemaligen Krankenhaus-Apotheke, soll zum Jahresende hin den versprochenen Hublift bekommen. Das kündigt DRK-Kreisverbandschef Harald-Albert Swik auf Nachfrage der RUNDSCHAU an. Ingvil Schirling

Aufmerksam gemacht auf die Problematik hatte Hans-Peter Delius aus Neu Lübbenau. Er bringt gelegentlich seine Mutter zu Veranstaltungen in die Räume, die das Deutsche Rote Kreuz 2014/15 übernommen und gründlich renoviert hatte. Jetzt finden darin nicht nur die Blutspenden, sondern auch viele Veranstaltungen statt, die gerade Ältere zusammenbringen und ihnen einen gemütlichen, unterhaltsamen und oft auch lehrreichen Nachmittag in Gesellschaft ermöglichen.

Doch der Weg dahin ist bisweilen mühsam - vor allem für diejenigen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Denn die Eingangstreppe in den ersten Stock des Hauses ist steil. Einen barrierefreien Zugang gibt es bisher nicht. Für die Betroffenen und ihre Begleitpersonen heißt das: mühsame Hilfestellung über acht Stufen.

Hans-Peter Delius findet das einen unhaltbaren Zustand. Er fragt sich nicht nur, wieso der schon zu Renovierungszeiten angekündigte Hublift nicht längst installiert ist. Sondern er hielte eigentlich eine "große" Lösung mit einem komplett umgebauten Eingangsbereich und einem richtigen Aufzug für eine sinnvollere Abhilfe in der Situation.

Doch das ließe sich wirtschaftlich im Moment kaum darstellen, begründet Harald-Albert Swik, warum es bei der "kleinen Lösung" wohl bleiben wird. "Wir haben das Gebäude gemietet und nur einen Vertrag über acht Jahre. Wir wissen nicht, was danach passiert", sagt der Kreisverbandschef. In den Umbau samt Renovierung habe der DRK-Kreisverband bereits 80 000 Euro gesteckt. "Die müssen abgeschrieben werden, weitere Investitionen müssen wir genau abwägen", begründet er. Die zunächst vertraglich auf acht Jahre begrenzte Mietdauer "ist unser Problem. Bei 25 Jahren könnten wir ganz anders damit umgehen, da könnten wir das Gebäude wie unsere eigene Immobilie betrachten. Ideen hätten wir", sagt Swik.

Acht Jahre, schätzt Jürgen Schulte wiederum ein, seien eine ganz übliche Laufzeit für solche Mietverträge. Der Prokurist des Klinikums Dahme-Spreewald stellt die Möglichkeit zur Verlängerung in Aussicht.

Bis zur Einrichtung des Hublifts haben die Gäste noch eine Durststrecke vor sich. Denn für dessen Installation wirbt das DRK Fördermittel ein, die frühestens ab Ende 2016 bewilligt werden können, wie Swik weiter sagt. "Vor Förderbeginn können wir nicht bauen", begründet er. Bei dem schon 2014 anvisierten Hublift soll es aber bleiben, versichert der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald.