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| 13:28 Uhr

Dramatische Rettungsaktion im Spreewald

Die Feuerwehr rettet die verunglückten Paddler
Die Feuerwehr rettet die verunglückten Paddler FOTO: Jens Golombek
Leibsch/Spreewald. Dramatische Rettung aus eiskalter Spree am Wehr in Leibsch (Amt Unterspreewald): Dort sind drei Paddler, darunter ein kleines Kind, am Dienstagmittag in Lebensgefahr geraten, nachdem sie mit ihrem Kanu gekentert waren. Die Verunglückten konnten sich nur noch an ein Wehr klammern. Von Mirjam Hecht

Über dem eiskalten Wasser lagen noch Nebelschwaden, als die dreiköpfige Wasserwandergruppe gegen Mittag in Lebensgefahr geriet. Trotz Hochwasserlage hatte sich das Trio aus Sachsen auf eine längere Paddeltour begeben und dabei die Strömungsverhältnisse unterschätzt. Am Leibscher Wehr (Unterspreewald) kenterte das Kanu und schleuderte die zwei Männer und das Kind in die reißende Spree.

Glücklicherweise konnten sich alle drei Insassen am Bootsabweiser vor dem Wehr festklammern. Eine Rettung aus eigener Kraft war ihnen durch die Strömungsgeschwindigkeit und die Wassertemperaturen knapp über null Grad aber nicht mehr möglich. Zufällig vorbeikommende Radfahrer entdeckten die Menschen in Lebensgefahr und verständigten die Feuerwehr. Die freiwilligen Helfer rückten aus Leibsch, Neu Lübbenau und Schlepzig an. Sie holten die unterkühlten Wassersportler mittels Rettungsboot an das Ufer, wo sie an den Rettungsdienst übergeben wurden.

Zur Beobachtung in Klinik

“Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert, die drei hatten einen Schutzengel„, sagt Gudrun Jahncke von der zuständigen Wasserschutzpolizei in Lübbenau. Die 32 sowie 41 Jahre alten Männer und der achtjährige Junge seien nach der Untersuchung durch den Notarzt zur Beobachtung stationär im Lübbener Krankenhaus aufgenommen worden. “Nur eine Vorsorgemaßnahme wegen vermuteter Unterkühlung„, sagt Gudrun Jahncke.

Die Wasserschutzpolizei hat den “Sportboot-Unfall„ zunächst aufgenommen, Nachuntersuchungen sollen noch erfolgen. Offiziell verboten ist das Befahren der Fließe trotz Hochwassers nicht. “Wir raten jedoch, es tunlichst zu vermeiden„, so Gudrun Jahncke. Sie verweist dabei auch auf einen Fall, der rund vier Wochen zurückliegt. Damals waren an fast derselben Stelle fünf Menschen mit ihrem Ruderboot gekentert. “Das waren ausgesprochen erfahrene Wassersportler, und trotzdem wurden sie in die Spree gerissen„, warnt die Koordinatorin der Wasserschutzpolizei. Gerade im Unterspreewald seien die Pegel noch extrem hoch, das Wasser laufe wegen des erhöhten Grundwasserspiegels nur sehr schlecht ab. Für das Leibscher Rettungsboot war der gestrige Einsatz schon der dritte während des Hochwassers. Video-Nachrichten zum Artikel bc_widget_single({'token':'Yv5Hi9hkfha42V_EyX-LerBxuXGTwWeLQ1A2Qf6PrK0.', 'width':450, 'postfix':'', 'videoIds':[632609825001], 'dir': 'http://www.lr-online.de/mediacenter/videos/', 'playerIds':[21313753001]});