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| 15:29 Uhr

Jubiläum
Lübbener Arzt Dr. Reinhold feiert 80. Geburtstag

Heute wird der Lübbener Arzt Dr. Heinrich Reinhold 80 Jahre alt. Noch immer führt er einmal die Woche in der Spreewaldklinik Ultraschalluntersuchungen durch.
Heute wird der Lübbener Arzt Dr. Heinrich Reinhold 80 Jahre alt. Noch immer führt er einmal die Woche in der Spreewaldklinik Ultraschalluntersuchungen durch. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Der Internist führt immer noch einmal wöchentlich Ultraschall-Untersuchungen an der Lübbener Spreewaldklinik durch.

Immer wieder montags... macht sich ein Lübbener sehr gerne auf den Weg. Dr. Heinrich Reinhold ist Internist und führt an der Spreewaldklinik einmal pro Woche Ultraschalluntersuchungen durch. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.

Am Samstag erwartet er Gäste. Die werden wie jedes Jahr vor allem eines gerne schenken: Bücher. Dr. Reinhold liest leidenschaftlich gerne. Und ist bekannt für seine Sandsammlung. Ein ganzes Regal in seinem Arbeitszimmer ist verschiedenfarbigen und -körnigen Sanden gewidmet, aufbewahrt in kleinen Gläschen und Behältern, die er aus allen Ecken der Welt zusammengetragen oder mitgebracht bekommen hat.

Heinrich Reinhold wurde in Schlesien geboren, kam mit seinen Eltern 1945 nach Thüringen. In Jena studierte er Medizin, „arbeitete zunächst in einem ganz kleinen Krankenhaus, wo ich als Assistenzarzt vieles selbst machen konnte“, sagt er, rückblickend dankbar für diese Erfahrung. 1964 begann er seine Facharztausbildung für Innere Medizin bei Dr. Teuscher und blieb bis Ende 2002, knapp 40 Jahre, an der Spreewaldklinik. Ein Ultraschallgerät gab es dort zunächst nicht, also fuhr der junge Arzt ab Mitte der 1980er-Jahre regelmäßig nach Berlin an die damalige Rössle-Klinik. Heute lehrt er selbst junge Ärzte und lässt sie von seinen Erfahrungen profitieren. 1980 wurde er zunächst kommissarisch Leiter der Inneren, ab 1982 dann Chefarzt dieser Abteilung.

Mehrere Zehntausend Patienten könnte er inzwischen per Ultraschall untersucht haben, hauptsächlich im Bereich Bauch und Schilddrüse. An dem Diagnoseinstrument Ultraschall schätzt er besonders, „dass man die Untersuchung mehrmals wiederholen kann ohne große Belastung des Patienten“ – im Unterschied zu Röntgenstrahlen oder Verfahren, bei denen Kontrastmittel notwendig werden.

Wie lange er für Lübbener Patienten und die Spreewaldklinik noch arbeiten will, ist offen. „Ende des Jahres will ich eigentlich aufhören“, sagt er schmunzelnd. „Aber das habe ich zu meinem 70. Geburtstag auch schon gesagt.“