ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:51 Uhr

Diskussion zum Recht auf Förderung und Erziehung

Die Teilnehmer der Fachtagung Kinderschutz diskutierten im Lübbener Kreishaus in Arbeitsgruppen verschiedene Themen.
Die Teilnehmer der Fachtagung Kinderschutz diskutierten im Lübbener Kreishaus in Arbeitsgruppen verschiedene Themen. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Zum Thema "Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe" haben Fachkräfte aus der Jugendhilfe in dieser Woche im Lübbener Kreishaus diskutiert. In den vier Workshops "Stationäre Hilfen", "Teilstationäre Hilfen", "Familien- und Erziehungsberatungsstelle" und "Kindertagesstätten" tauschten sie Erfahrungen aus und nehmen fachliche Anregungen in den beruflichen Alltag mit. ho

"Es geht darum, wie Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden", sagte Hans Leitner, Leiter der Fachstelle Kinderschutz und Leiter der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen im Land Brandenburg. Er moderierte die Veranstaltung des Landkreises Dahme-Spreewald, die im Abstand von ein bis zwei Jahren regelmäßig stattfindet.

Hans Leitner hat zehn Punkte aufgestellt, auf die sich ein Kind oder Jugendlicher in der Jugendhilfe verlassen kann. Das reicht von der Gewährleistung von Rechten durch die Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes (z. B. Inaugenscheinnahme des Kindes bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung) über besser Arbeitsbedingungen für Vormünder durch eine gesetzlich begrenzte Anzahl von Vormundschaften bis hin zur Verwirklichung eines selbstbestimmten Lebens (z. B. Beratung in Notsituationen ohne Kenntnis der Eltern) und Möglichkeiten der Beteiligung und Beschwerde bei stationärer Unterbringung. Die Kooperation und Netzwerkarbeit im Bereich des Kinderschutzes und der Frühen Hilfe gehören zu diesen "Top Ten". Der Moderator gab einen Überblick über die gesetzlich geregelten Rechte/Ansprüche von jungen Menschen.

Auch die Ereignisse und Vorfälle in der Haasenburg sind in den Fachgesprächen thematisiert worden.