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| 17:00 Uhr

Städtische Gesellschaften
Gesellschaftsverträge sorgen für Ärger in Lübben

Von Ingrid Hoberg und Ingvil Schirling

Die Entwürfe für die Gesellschaftsverträge der Stadt- und Überlandwerke sowie der Lübbener Wohnungsbau-Gesellschaft drehen zurzeit die zweite Runde durch die parlamentarischen Gremien der Stadt Lübben.

Eigentlich hätten die Gesellschafterverträge zwischen der Stadt Lübben und ihren Töchtern Stadt- und Überlandwerke (SÜW) und Wohnungsbaugesellschaft (LWG) beim jüngsten Finanzausschuss diskutiert werden sollen. Dort sorgte allerdings für großen Unmut, dass die zuvor von einigen Fraktionen eingereichten Änderungsansätze nicht in das vorliegende Papier eingearbeitet waren. Besonders Sven Richter (Die Linke) richtete scharfe Kritik an die Adresse des nicht anwesenden Lutz Gottheiner als Leiter der Abteilung Finanzen in der Stadtverwaltung. „Es sind die gleichen Vorlagen wie bei der ersten Lesung. Die Änderungswünsche seitens der Fraktionen sind aber eingegangen. Ich fühle mich verschaukelt“, sagte er frustriert. „Bei allem Respekt - das finde ich nicht fair denen gegenüber, die sich Gedanken machen und extra herkommen, um das zu diskutieren.“ Der im Finanzausschuss in Vertretung von Gottheiner anwesende Mitarbeiter musste einräumen, nichts derartiges vorliegen zu haben. Marco Sell wiederum merkte namens der Fraktion CDU/Grünen an, dass „die Aufsichtsräte zu den Verträgen noch kein Votum abgegeben haben.“ Er beantragte daher, eine dritte Lesung der Verträge durchzuführen, „damit wir noch ein Feedback von den Aufsichtsräten bekommen können“. Diese Empfehlung sprach der Finanzausschuss am Ende ebenso für den Vertrag mit der LWG aus.