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| 15:57 Uhr

Straßenbau in Lübben
Diskussion über den Ausbau der Burglehnstraße eröffnet

Die Burglehnstraße ist marode und soll ausgebaut werden. Drei Varianten stehen zur Diskussion.
Die Burglehnstraße ist marode und soll ausgebaut werden. Drei Varianten stehen zur Diskussion. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Drei Varianten stehen in Lübben zur Auswahl und reichen von einer Sackgasse bis zur Einbahnstraße. Von Andreas Staindl

Die Burglehnstraße in Lübben soll ausgebaut und neu gestaltet werden. „Sie ist in einem sehr schlechten Zustand“, erklärte Steffen Bergmann während der Bauausschusssitzung kürzlich. „Wir bessern dort regelmäßig Schäden aus, haben die Straße schon länger im Blick.“ Der Mitarbeiter des Bauamts in der Stadtverwaltung treibt deshalb den Ausbau voran. Doch wie genau die Burglehnstraße ausgebaut werden soll, das ist noch offen.

Drei Varianten stehen zur Diskussion. Torsten Pelk vom Ingenieurbüro H.-W. Richter in Eisenhüttenstadt hat sie vorgestellt. Variante eins: Verkehr in beide Richtungen, also so wie es derzeit ist. Variante zwei: Einbahnstraße aus Richtung Luckauer Straße. Diese Variante hätte laut Pelk den Vorteil, „dass sich der Verkehr halbieren und dies dann wesentlich zur Verkehrsberuhigung beitragen würde“. Variante drei: Sackgasse mit beidseitigem Verkehr von der Luckauer Straße bis zu den Einfahrten der Wohnblöcke. Ein Durchfahren bis in die Cottbuser Straße wäre dann nicht mehr möglich. „Diese Variante“, sagt Torsten Pelk, „würde die Wohnqualität für die Anwohner erheblich verbessern.“

Derzeit durchfahren etwa 1800 Fahrzeuge täglich die Burglehnstraße in beide Richtungen. Das habe eine Verkehrszählung an drei Tagen Ende Juni ergeben, wie Diplomingenieur Pelk sagt. Verwundert ist er über den hohen Anteil (zehn Prozent) an Fahrzeugen über 3,5 Tonnen, weil für diese eine Durchfahrt eigentlich verboten sei.

Je nach Variante sollen Geh- und Radwege integriert, im Fall einer Sackgasse Grünflächen und Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Ein Durchfahren im Notfall etwa mit Rettungsfahrzeugen soll in jedem Fall gewährleistet werden, wie Steffen Bergmann sagt. Zu bedenken gibt er, dass mehr Fahrzeuge über die Ampelkreuzung Luckauer Straße/Puschkin-Straße rollen, wenn die Burglehnstraße nicht mehr wie bisher beidseitig befahrbar ist. Derzeit wird die kurze Straße vor allem genutzt, um den wenige Meter entfernten Ampelkreuzungsbereich zu umfahren. „Aus verkehrstechnischer Sicht brauchen wir die Burglehnstraße also nicht“, sagt Ulrich Krumpe, sachkundiger Einwohner im Bauausschuss. Er ist deshalb „für die Sackgassen-Lösung. Zumal eine Durchfahrt durch die Burglehnstraße nicht viel Zeitersparnis bringt, weil viel Verkehr auf der Luckauer Straße sowie der Cottbuser Straße ist und man warten muss, bis man in eine Lücke gelassen wird. Eine wesentliche Entlastung für den Verkehr in unserer Stadt ist die Burglehnstraße nicht.“

Andreas Rieger (CDU/Grüne) würde vor einer Entscheidung für eine der drei Varianten „gern die Meinung der Anwohner hören wollen“. Mit denen sowie den Vermietern in diesem Bereich soll demnächst das Gespräch gesucht werden, wie der Bauamtsleiter Frank Neumann sagt. Ihm zufolge sind die Anlieger an den Ausbaukosten beteiligt – je nach Variante in unterschiedlicher Höhe. Für den sachkundigen Einwohner Lutz Lehmann sind „die Varianten zwei und drei interessante Ansätze. Allerdings verlagert sich der Fahrzeugverkehr dann zur Ampelkreuzung. Um den Verkehr flüssig zu halten, bräuchten wir dort einen Kreisverkehr.“

Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung werden jetzt über die drei Varianten diskutieren. Ausgebaut werden soll die Burglehn­straße dann im nächsten Jahr.