Mit der Mobilitätsachse durch den Lübbener Hain beschäftigen sich vier Beschlussvorlagen. Die Mitglieder des Lübbener Hauptausschusses entschieden, über welche in der Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni, befunden wird. Tatsächlich ist die Debatte um die Mobilitätsachse zwischen Bahnhof und Breiter Straße bereits emotional aufgeladen. Während die Gestaltung der Friedensstraße und des Schwarzen Weges mehr oder weniger akzeptiert sind, gibt es Streit um den Weg durch den Hain. Die Stadtverwaltung schlägt im Moment vor, den Weg mit farbig gesplittetem Asphalt zu bauen.
Der BUND spricht sich in einer Petition gegen Asphalt oder Pflaster auf dem Weg durch den Hain aus. Ortsgruppenvorsitzender Thomas Liebsch plädiert für eine wassergebundene Decke. Im Raum steht jedoch die Frage, ob diese bei der Neuerrichtung gefördert wird. Die Antwort darauf soll Bürgermeister Lars Kolan (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung liefern.
Einen Schritt zurück möchte der Lübbener Stefan Golla gehen. Mit seiner Petition will er für die Gestaltung der Mobilitätsachse eine Bürgerbeteiligung anstoßen, bei der Lübbener gemeinsam und repräsentativ eine Lösung erarbeiten. Seiner Meinung nach seien bisher zwar Bürger gehört, aber ihre Wünsche nicht einbezogen worden.

Teststrecke soll Entscheidung erleichtern

„Die Entscheidung treffen letztlich die Stadtverordneten“, betont Andreas Rieger (Bündnis 90/ Die Grünen). Doch zur Lösung des Konflikts solle ein unabhängiges Beratungsgremium eingeschaltet werden, fordert er. Paul Bruse (Die Stadtfraktion) und Sven Richter (CDU) drängen darauf, endlich die Vorplanung auf den Weg zu bringen. Bruse regt an, eine Probestrecke anzulegen, auf der der gesplittete Asphalt und die wassergebundene Decke für jeden sicht- und fühlbar werden. Ein Vorschlag, den die Planer Thomas Kung und Christoph Dieck ebenfalls unterstützten. Er müsse natürlich außerhalb des Naturschutzgebiets entstehen, ergänzt Thomas Liebsch vom BUND. Die Teststrecke und daraus folgend die endgültige Entscheidung über die Oberfläche soll in die Vorlage der Stadtverwaltung eingearbeitet werden.