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| 15:11 Uhr

Hilfe für Bedürftige
„Die Tafeln sind keine staatlichen Ausgabestellen“

Kürzlich besuchte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke die Lübbener Tafel. Anlass dazu boten nicht nur der Konflikt zwischen einheimischen Bedürftigen und Migranten in Essen oder die deutschlandweite Diskussion über die Frage, ob der Sozialstaat genügend Hilfe biete.
Kürzlich besuchte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke die Lübbener Tafel. Anlass dazu boten nicht nur der Konflikt zwischen einheimischen Bedürftigen und Migranten in Essen oder die deutschlandweite Diskussion über die Frage, ob der Sozialstaat genügend Hilfe biete. FOTO: privat / PR
Lübben. Bundestagsabgeordnete Jana Schimke besucht die Lübbener Tafel.

Kürzlich hat die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke die Lübbener Tafel besucht. Anlass dazu war nicht nur der Konflikt zwischen einheimischen Bedürftigen und Migranten in Essen und die deutschlandweite Diskussion über die Frage, ob der Sozialstaat genügend Hilfe für Bedürftige bietet. Die Abgeordnete sucht auch immer wieder die Begegnung mit Ehrenamtlichen aus der Region vor Ort. Mit der Leiterin der Lübbener Ausgabestelle in der Breitscheidstraße, Ilona Liebach, und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Tafel e.V., Kai Noack, sprach Jana Schimke über den Arbeitsalltag, die Entwicklungen der letzten Jahre, aber auch Konflikte und politische Rahmenbedingungen.

„Bei meinem Besuch wurde wiederholt deutlich, dass die Tafeln keine staatlichen Stellen sind, auf deren Leistungen es einen Anspruch gäbe. Diese Annahme scheint jedoch weit verbreitet zu sein. Vielmehr handelt es sich um eine wichtige Initiative, die der Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung dient. Das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer ist dabei nicht hoch genug zu bewerten. Insofern verbietet sich auch im Rückblick auf die Diskussion zur Essener Tafel Kritik daran, wie die Ehrenamtlichen ihre Arbeit organisieren“, sagte die Bundestagsabgeordnete.

Jana Schimke wurde bei ihrem Besuch und den zahlreichen gesprächen darin bestätigt, dass „die Verantwortlichen der Tafel in unserer Region die Lebensmittelausgabe mit Weitblick organisieren. Mit verschiedenen Maßnahmen konnten so in der Vergangenheit Konflikte entschärft werden.“ So gibt es zum Beispiel in Cottbus gesonderte Öffnungszeiten für Rentner, Arbeitslose und Migranten. „Doch so, wie die Tafel klare Regeln für Ihre Gäste aufstellt, so tun wir dies auch für Gäste unseres Landes. Wir dürfen zurecht erwarten, dass diese Regeln dann auch befolgt werden“, sagt die Abgeordnete.