ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:02 Uhr

Die Planungen stehen, jetzt müssen nur noch Förderm ittel fließen

Dahme-Spreewald.. Gilt beim kreislichen Hochbau noch die ungeschriebene Devise: „Gebaut wird, was gebaut werden muss, weil dafür der Kreis bezahlt“ , sieht das beim Tiefbau schon ganz anders aus. Hier sind die Abhängigkeiten von Fördergeldern sehr viel höher.

Gebaut wird in der Regel nur das, wozu der Eigenanteil bereit gehalten und auf Mittel vom Land, vom Bund oder anderen Förderprogrammen gehofft werden kann.
Die erste gute Million Euro allerdings wird nicht direkt in den Tiefbau gesteckt. Die erhält das Land Brandenburg, weil es seit gut einem Jahr vom Kreis die Zuständigkeit für die Verkehrssicherungspflicht und den Straßenwinterdienst auf 257 Kilometern Kreisstraßen übernommen hat. Dennoch war der Kreis für die Unterhaltung seiner Straßen zuständig und gab 2004 dafür 285 000 Euro aus.
Richtig Geld wird aber für den Ausbau des Dahme-Rad- und Wanderweges bereit gestellt. Mehr als 5,6 Millionen kostet er, 30 Prozent gibt der Kreis. Dafür werden 36 Kilometer Weg ausgebaut. Darunter Abschnitte der Radwegtrasse von Kümmritz bei Luckau bis Wernsdorf hoch im Norden, unmittelbar an Berlin gelegen. „Eine Maßnahme ist das, die in einem Jahr nicht zu schaffen ist“ , wie Baudezernent Stephan Loge gegenüber der RUNDSCHAU sagte. Bei Kuschkow hatte der Kreis sich an den Kosten für den Ersatzneubau der Brücke beteiligt. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde auf einer Breite von drei Metern und einer Länge von 3,65 Kilometern ein Wirtschaftsweg auf der Nord-Ost-Seite des Stoßdorfer Sees gebaut. Damit sei ein Streckenband von Luckau bis Lübbenau entstanden, heißt es.
In diesem Jahr werden, vorausgesetzt Fördergelder kommen, fast 4,8 Millionen Euro für den Straßen- und Brückenbau im Landkreis eingesetzt, sagte Loge. Für die Unterhaltung von Kreisstraßen, Radwegen und Alleen sind noch einmal 340 000 Euro eingeplant. Darunter sind die Fortsetzungsarbeiten am Dahme-Rad- und Wanderweg (dafür hat der Kreistag fast drei Millionen Euro bewilligt), Fortsetzung und Abschluss der 2004 begonnenen Baumaßnahme Ortsdurchfahrt Karche-Zaacko (390 000 Euro) sowie mehrere Maßnahmen im Nordkreis.
Darüber hinaus sind weitere Straßen in der Ausbauplanung. Im Südkreis sind das die Lubolzer Dorfstraße, in Rietzneuendorf der Ersatzneubau einer Brücke, in Reichwalde soll eine Brücke über die Berste gebaut werden und auch in Kreblitz steht ein Brückenbau über die Berste im Planungsbuch des Kreises. Für 2006 ist - vorausgesetzt es gibt Fördermittel - auch der Ausbau des Radweges von Lübben nach Lubolz in der Planung. (km)