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| 01:06 Uhr

Die Parkstraße soll länger werden

Lübben.. Bahnhofsumfeld, Parkplatz Am kleinen Hain, erster Bauabschnitt Marktplatz, Radweg Richtung Lübbenau – das sind die dicken „Brocken“ im Baugeschehen 2004 in Lübben, für das die Stadt selbst den Hut auf hatte. In diesem Jahr wird die weitere Arbeit am neuen Gesicht des Lübbener Zentrums ebenso einen Schwerpunkt bilden wie die Verlängerung der Parkstraße. Von Dörte Hellwig

Ein Großprojekt wurde am 15. Juli offiziell beendet: Verkehrsminister Frank Szymanski und Bürgermeister Lothar Bretterbauer eröffneten den neuen Bahnhofsvorplatz inklusive zentralem Busbahnhof. Dessen Bau hatte 2003 begonnen, am 26. Juni 2004 nutzte ihn erstmals die Regionale Verkehrsgesellschaft Spreewald. Die Bauzäune, die den frisch angesäten Rasen davor schützen sollten, zertreten zu werden, standen lange, sind mittlerweile aber verschwunden. „Erstens, weil es ziemlich blöd aussah, und zweitens, weil die Witterung so war, dass der Rasen gut wuchs“ , erklärt Frank Neumann. Die ursprüngliche Idee, auf dem Vorplatz mit einem Wasserbecken und einer Brücke den Spreewald zu symbolisieren, „war für uns wegen der Folgekosten nicht so eine gute Lösung“ . Deshalb freue er sich über die Idee des Baubetriebshofs, eines der alten Tore der Schleuse am Strandcafé am Bahnhof aufzustellen. Während an diesem noch keine Schäden durch Vandalismus zu beklagen seien, seien einige der ins Pflaster eingebrachten blauen Leuchtstäbe inzwischen verschwunden und durch Blindkappen ersetzt worden. Außerdem seien bereits zweimal die Scheiben von Informationstafeln im Buswartehäuschen zu Bruch gegangen.
Freigegeben wurde in diesem Jahr auch die erste neu gebaute Wohngebietsstraße auf dem Areal der früheren Jägerkaserne: „An der Exerzierhalle“ heißt sie. Weitere werde man dann bauen, wenn sie gebraucht würden. Aber außer dem in der Halle geplanten Getränkemarkt gebe es derzeit keine Ansiedlungswünsche für die Parksiedlung.
Der zweite Bauabschnitt der Parkstraße, die von der Bahnhofstraße bis in Höhe von Aldi angelegt wurde, soll in diesem Jahr in Angriff genommen werden, kündigt Neumann an. Sie werde bis zum „Hasensprung“ verlängert. Außerdem soll in diesem Jahr die weitere Verlängerung der Parkstraße bis hin zur Berliner Chaussee geplant werden. „Die Vorstellungen, sie bis zur B 115 durchzuziehen, werden derzeit immer konkreter“ , sagt Neumann.
Er freut sich, dass mit dem Bau des Parkplatzes Am kleinen Hain - der erste Abschnitt war im Frühjahr 2004 freigegeben worden, der zweite im Dezember - das Versprechen eingelöst wurde, auf dem Marktplatz wegfallende Stellflächen zu ersetzen, bevor dessen Umgestaltung beginnt, und dass dabei auch die Verkehrsführung im Bereich der Gesamtschule verbessert wurde.
In diesem Monat soll der zweite Bauabschnitt der Neugestaltung des Marktplatzes ausgeschrieben werden. Er umfasst die Fläche zwischen der neuen Straße an der Westseite des Platzes und der Straße an der Ostseite, die im nächsten Jahr angelegt werden soll. „Dafür und für das künftige Aussehen des Kirchenumfeldes müssen wir in diesem Jahr die Planung vorantreiben, denn es soll ja nahtlos 2006 mit dem dritten Bauabschnitt weitergehen.“
Noch einmal mit Blick zurück auf das vorige Jahr sagt Neumann, „dass für uns natürlich die Laga-Bewerbung und das Konzept dafür ein großes Thema war“ . Im Entwurf des Haushalts für dieses Jahr seien Mittel für Bebauungs- und Entwurfsplanung für Renaturierung und Umfeld des einstigen Freibades inklusive Flussbadestelle, Badehaus sowie Parkplatz vorgesehen. Letzterer soll sich zwischen den Straßen, die zum Burglehn und zum Campingplatz führen, befinden. „Konkreteres zu seiner Lage können wir dann anhand der Entwurfsplanung sagen.“