Von Andreas Staindl

Kita-Kinder in Lübben sind sportlich fit. Sie können gut springen, werfen und laufen. Das haben vier- bis sechsjährige Mädchen und Jungen am Donnerstag in der Turnhalle an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Lübben bewiesen.

Bewegungsdrang in klaren Bahnen

Zum siebten Mal fand dort die Kinder-Olympiade der Kreissportjugend des Landkreises Dahme-Spreewald statt. Fünf Kitas aus der Kreisstadt mit rund Hundert Kindern beteiligten sich. „Wir sind seit Jahren dabei“, sagt Anett Knapp von der Spreewaldkita. „Sport ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Einrichtung. Bewegung gehört einfach zur Entwicklung der Kinder dazu. Und wir fördern den Bewegungsdrang“, sagt sie. In der großen Sporthalle konnten die Mädchen und Jungen der Spreewaldkita zeigen, wie gut sie ihren Körper beherrschen.

Die Konkurrenz war groß, denn auch in den anderen Kitas wird regelmäßig Sport getrieben. „Wir gehen mit unseren Kindern ein Mal pro Woche in die Turnhalle“, erzählt Annett Höltke, Leiterin der Kita „Sonnenkinder“ der Arbeiterwohlfahrt. „Das zahlt sich aus, denn ein Mal haben wir den Pokal der Kinder-Olympiade schon gewonnen. Wir hätten ihn gern ein weiteres Mal“, sagt die Kita-Chefin. Zuversichtlich macht sie, „dass zahlreiche unserer Mädchen und Jungen schon in Vereinen oder sportlichen Gruppen aktiv sind.“

Große Gaudi mit der Polizei

Die Kinder-Olympiade ist eine gute Gelegenheit. Wer ist der Schnellste im Schlängellauf? Wer wirft den Ball am häufigsten ins Ziel? Und wer kann gut auf einem Bein stehen, zudem möglichst oft ein Seil überspringen? „Wir haben zuvor geübt“, erzählt Bärbel Lerch von der Kita „Unter den Linden“. „Unsere Kinder haben großen Spaß daran, sich sportlich zu betätigen. Sie freuen sich schon immer, wenn wir ein Mal pro Woche in die Turnhalle gehen.“

Die Erzieherin hält die Kinder-Olympiade auch deshalb für eine spannende Veranstaltung, „weil Kinder verschiedener Kitas hier gemeinsam Sport treiben und sich kennenlernen. Das ist ein schöner Nebeneffekt sportlicher Aktivitäten.“ Der Tag sei schon etwas Besonderes für die Mädchen und Jungen.

Zumal auch die Polizei vor Ort war. Sie stellte den Nachwuchs vor präventive Herausforderungen. Wissen die Kinder schon, wie man sich im Straßenverkehr verhält? Und welche Gruppe schiebt ein Polizeiauto am schnellsten? Eine Gaudi, die die Anstrengung fast vergessen ließ. „Die Kinder-Olympiade soll auch Spaß machen“, sagt der Sportjugendkoordinator Daniel Gensigk vom Kreissportbund. „Uns ist wichtig, alle Kinder mitzunehmen und ihre Freude an der Bewegung zu fördern. Deshalb erhält auch jeder Teilnehmer eine Medaille.“ Und wurde, dank Unterstützung der Stadt- und Überlandwerke in Lübben, auch mit Obst und Getränken versorgt, wie Torsten Kinal-Lange von der Kreissportjugend sagt.

Aufregender Tag

Auch in der Kita „Gute Laune“ gehört Sport zum Alltag dazu, so Leiterin Jana Liebermann. „Es ist gar nicht schwer, die Kinder dafür zu begeistern. Man muss sie nur motivieren, vor allem dann, wenn mal etwas nicht so gut klappt. Das gelingt bei uns super.“

Die Mädchen und Jungen ihrer Einrichtung hatten schon vor Beginn der Wettbewerbe Aufregendes erlebt. „Die Busfahrt hierher war für sie ein ganz tolles Erlebnis.“ Auch die Kita „Waldhaus“ in Treppendorf liegt am andern Ende der Stadt. Die Einrichtung war gestern dennoch dabei. Der Leiter Alexander Mrose hat „seine“ Kinder kräftig angefeuert und motiviert – „wie man das unter Sportlern halt so macht“. Für eine vordere Platzierung hat es dennoch nicht gereicht. Und doch ist der Kita-Leiter optimistisch: „Wir haben einen Bewegungsraum in unserer neuen Kita. Jetzt greifen wir sportlich an.“

Gut möglich, dass das Ergebnis der Kinder-Olympiade im nächsten Jahr ganz anderes aussieht. In diesem Jahr verteidigte die Spreewaldkita ihren Erfolg vom vergangenen Jahr. Die Kita „Unter den Linden“ wurde Zweite vor der Kita „Gute Laune“. Auch die Awo-Kita „Sonnenkinder“ als Vierte und die Kita „Waldhaus“ als Fünfte sind keine Verlierer sondern um ein tolles Erlebnis reicher. Kreisweit beteiligen sich etwa 700 Kindergartenkinder pro Jahr an der Kinder-Olympiade, wie Daniel Gensigk sagt.