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| 18:23 Uhr

Badesaison
Spree-Lagune: Alles i.O. mit dem H2O

Die Bewirtschaftungsmaßnahmen im letzten Jahr haben die Wasserqualität der Spree-Lagune aufgewertet. Seit kurzem ist sie zum Baden freigegeben.
Die Bewirtschaftungsmaßnahmen im letzten Jahr haben die Wasserqualität der Spree-Lagune aufgewertet. Seit kurzem ist sie zum Baden freigegeben. FOTO: LR / Stephan Meyer
In allen Badestellen im Landkreis Dahme-Spreewald kann gebadet werden. Die Mehrzahl hat eine hervorragende Wasserqualität. Von Stephan Meyer

Dreißig Grad und mehr und keine Wolke am Himmel. Der Schweiß rinnt von der Stirn. Kein seltenes Szenario im Hochsommer. Was kann da mehr Abkühlung verschaffen, als ein Sprung ins Nasse? Doch bedenkenloses Abtauchen in Badeseen birgt auch Gefahren. Krankheitserreger, wie E.coli-Bakterien oder Blaualgen können den Badespaß für die Saison dauerhaft vermiesen. Nicht jedoch im Landkreis Dahme-Spreewald. Die hiesigen Badestellen erfüllen, laut den jüngsten Kontrollen des Gesundheitsamtes, alle die Anforderungen der Brandenburgischen Badegewässerverordnung. Darunter auch die Spree-Lagune in Lübben, die kürzlich für Diskussion gesorgt hat.

“Da die ersten beiden Prüfberichte der Badesaison 2018 einwandfreie Messeergebnisse ergaben, kann an dieser Badestelle nun bis auf weiteres ohne Einschränkungen gebadet werden“, teilt Amtsärztin Dr. Astrid Schumann in einem Schreiben mit, das auch an der Badestelle aushängt. Zwar entspricht die Spree-Lagune nun den nötigen Anforderungen, dennoch wurde die Badestelle offiziell noch mit mangelhaft bewertet. Der Pressestelle der Stadt Lübben zufolge ist das schlechte Urteil auf einen extrem hohen E.coli-Wert zurückzuführen, der am 28. Juli 2014 gemessen wurde. Die Badestelle fällt unter EU-Richtlinie für die Bewertung neuer Badegewässer, bei der die Werte der ersten vier Jahre berücksichtigt werden. Dazu zählt auch die Messung vom Juli 2014. Der hohe Einzelwert ergibt durch den angewendeten Berechnungsmodus das Urteil „mangelhaft“, welches für die gesamte Badesaison 2018 erhalten bleibt. Trotzdem können Lübbener sich dort bedenkenlos Abkühlung verschaffen.

Zwischenzeitlich wurden bei mikrobiologischen Untersuchungen mehrmal erhöhte Werte an E-coli-Erregern und Enterokokken festgestellt. 2017 eingeleitete umfassende Bewirtschaftsmaßnahmen haben die Werte wieder nach unten korrigiert. In Abstimmung mit dem Wasser- und Bodenverband wurde der Schilfgürtel zurückgeschnitten, um die Durchströmung im Badebereich zu verbessern. Auch die Staubohlen wurden in dem Zusammenhang beseitigt. Zusätzlich erhöhen mobile Pumpen die Durchströmung, wie aus dem Steckbrief der Spee-Lagune auf der Webseite des Landkreises hervorgeht. Darüber hinaus sind Tierexkremete beseitigt worden.

Die Veränderungen haben gewirkt. Entsprechend der Brandenburgischen Gewässerverordnung wird die Naturbadestelle durch zweiwöchentliche Probeentnahmen vom gesundheitsamt des Kreises überwacht. Alle anderen Gewässer des Landkreises wurden bei den jüngsten Untersuchungen mit Drei-Sterne-Bewertungen eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Besser geht es nicht. Damit ist Dahme-Spreewald ein Badeparadies. Unter den Gewässern sind auch die beliebten Badestellen Groß Leuthener See, Schwielochsee (sowohl in Jessern und Goyatz, als auch in Zaune) und der Briesener See. So wie die Spree-Lagune, werden auch an jenen Badestellen regelmäßige Proben genommen. Dabei wird das Wasser unter anderem auf Farbe, Geruch, Trübung und pH-Wert geprüft. Grenzwerte gibt es jedoch nur bei der Untersuchung auf Enterokokken und E.coli-Bakterien. Zwar sind diese auch in den genannten Badestellen vorhanden, liegen aber sehr weit unter den festgelegten Grenzwerten.

Zusätzlich zu den im Labor ermittelten Werten, wird die Sichttiefe bestimmt, die Wassertemperatur gemessen und der Zustand der landseitigen Flächen beurteilt. Dabei gehen Mitarbeiter des Gesundheitsamts die Seen ab, protokollieren die Wetterlage und vergewissern sich, ob ein Algenwachstum vorliegt.

Auch im Nachbarkreis sind die Gewässer in einem hervorragenden Zustand. So hat der, bei Luckauern beliebte, Bornsdorfer Teich ebenfalls verschwindet geringe Messwerte und gehört damit zu den Drei-Sterne-Badestellen.

In Lübbenau, Calau und Vetschau gibt es hingegen keine öffentlichen Badeseen. Das Land Brandenburg führt in seiner Badestellen-Liste kein einziges Gewässer in der Gegend. Doch dort können hitzegeplagte Spreewälder auf die Freibäder zurückgreifen.

Aktuelle Informationen über die Wasserqualität der Badestellen in den jeweiligen Landkreisen gibt es im Internet unter folgender Adresse: https://badestellen.brandenburg.de/home/-/bereich/liste.