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| 19:13 Uhr

Deutsches Trachtenfest
Von Helfern und Wimpelketten

 Praktikantin und Schülerin am OSZ Lübben Ekaterina Skvortsova
Praktikantin und Schülerin am OSZ Lübben Ekaterina Skvortsova FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Lübben. Vorbereitung für das Deutsche Trachtenfest steht, nun geht es um den Aufbau und die Details. Von Katrin Kunipatz

Der Flyer fürs Trachtenfest ist fertig. Am Montag hat Ines Mularczyk, die Projektverantwortliche bei der Stadtverwaltung, die Druckfreigabe für das Programmheft erteilt. Die grundsätzlichen Dinge zum Festablauf, den Unterkünften für die aus ganz Deutschland anreisenden Trachtengruppen, die Versorgung der Teilnehmer oder die Gestaltung des Festgeländes seien geklärt. „Nun werden die Feinheiten abgestimmt“, sagt Ines Mular­czyk. „Wird Sand oder Wasser in die Container der Absperrungen gefüllt? Wie werden die Wimpelketten an der Umzugsstrecke aufgehängt?“, nennt sie nur einige der Fragen, auf die es in den nächsten Tagen Antworten geben wird.

Nicht einmal drei Wochen bleiben bis zum Beginn des Deutschen Trachtenfestes. Vom 17. bis 19. Mai werden dazu rund 2000 Teilnehmer und Tausende Besucher in Lübben erwartet. Rund 20 Personen gehören zum Organisationsbüro. Sie sind Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Baubetriebshofs oder der Veranstaltungsagentur Wieloch. Letztere habe vor allem bei der Logistik und der Programmgestaltung Erfahrung beigesteuert, so Mularczyk. Zwar richtet Lübben einmal jährlich das Spreewaldfest im September aus, aber das Trachtenfest sei um einiges größer. „Vielleicht vergleichbar mit der 850-Jahrfeier“, sagt sie.

Die Vorbereitungen begannen vor zwei Jahren. Arbeitsgruppen haben sich zusammengefunden und thematisch gearbeitet. Beispielhaft benennt Ines Mularczyk Renate Draunick von der Tourismus, Kultur & Stadtmarketing Lübben GmbH (TKS), die sich um die Unterkünfte kümmerte. Neben einer Vielzahl von Privatquartieren in Orten zwischen Groß Köris und Cottbus werden auch zehn Gemeinschaftsunterkünfte hergerichtet. Diese entstehen ab Freitagnachmittag in den städtischen Schulen und Turnhallen, der Mehrzweckhalle und dem Dorfgemeinschaftshaus Radensdorf.

Dafür braucht es Zeit und vor allem Helfer, die die Räume reinigen und herrichten. Das Organisationsteam würde es allein nicht bewältigen. Deshalb freut sich Ines Mularczyk über die rund 100 Freiwilligen, die in den Sammelunterkünften mithelfen, das Frühstück vorbereiten, die einzelnen Gruppen während des Festes begleiten oder den Umzug am Sonntag absichern. „In Briesensee hat sich der ganze Ort bereiterklärt, eine Trachtengruppe in verschiedenen Privatquartieren unterzubringen und zum Fest nach Lübben zu bringen“, berichtet die Projektleiterin.

Natürlich tragen auch die Lübbener zum Trachtenfest bei. Meterlange Wimpelketten sind in den vergangenen Wochen bei Ines Mularczyk und ihren Mitarbeiterinnen abgegeben worden. Sie sollen am Brückenplatz beginnend die Umzugsstrecke entlang der Berliner Chaussee bis zum Bahnhof schmücken. Praktikantin Ekaterina Skvortsova hat dafür den Aufruf entworfen und begleitet jetzt das Projekt. Die Schülerin, die am Oberstufenzentrum ihr Fachabitur macht, zeigt auf eine Vielzahl Kisten. Die Spreewaldschule, ein Seniorenwohnheim, der Horizonte-Verein, die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die Kita Spreewaldhof oder die 1. Grundschule haben aus Papier oder Stoff bunte Wimpelketten angefertigt. „Noch viele weitere sind uns angekündigt“, sagt Ekaterina. Aufgehängt werden die Wimpelketten wahrscheinlich erst am Donnerstag oder Freitag vor dem Fest.

„Mit dem Aufbau beginnen wir aber schon am Montag, dem 13. Mai“, erklärt die Verantwortliche. Nach der Elektrik folgen ab Mittwoch drei Bühnen und zwei Tanzböden. Parkplätze werden ausgeschildert und Straßensperrungen vorbereitet. Und ab dem 17. Mai ist Lübben für zweieinhalb Tage die Hauptstadt der Trachtenträger.