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| 18:23 Uhr

Licht für den Sportplatz
Der Weg fürs Flutlicht ist bereitet

 Der Sportplatz an der Berliner Chaussee soll voraussichtlich 2020 eine neue Flutlichtanlage bekommen.
Der Sportplatz an der Berliner Chaussee soll voraussichtlich 2020 eine neue Flutlichtanlage bekommen. FOTO: LR / Steven Wiesner
Vereine und Stadtverwaltung haben eine Lösung für das Lichtproblem auf dem Sportplatz Berliner Chaussee gefunden. Von Katrin Kunipatz

Ohne richtiges Licht geht nichts – auch nicht das Fußballspielen. Deshalb haben sich Grün-Weiß Lübben, TSG Lübben und Blau-Weiß Lubolz zusammengetan und ihren Wunsch nach einer neuen Flutlichtanlage für den Sportplatz Berliner Chaussee an die Stadtverwaltung herangetragen. Die Stadt Lübben ist Eigentümerin des Platzes und deshalb auch diejenige, die investieren muss. Doch nicht nur mehr Licht, auch ein Kunstrasenplatz steht auf der Wunschliste der Fußballspieler.

Im jüngsten Bildungsausschuss legt Fachbereichsleiterin Petra Streiber den aktuellen Stand der Diskussion dar. Demnach habe es eine Abstimmung zwischen den drei Vereinen und der Stadtverwaltung gegeben. Das Protokoll dieses Gesprächs liege den Stadtverordneten vor, bestätigte Jens Richter (CDU/Grüne), Vorsitzender des Bildungsausschuss. Darin haben die Fußballvereine deutlich gemacht, lieber auf Naturrasen spielen zu wollen, so Streiber.

Deshalb sei man übereingekommen, als erste Maßnahme die Flutlichtanlage am Sportplatz Berliner Chaussee zu erneuern. Geprüft werde, ob zusätzlich zum Spielfeld auch der Hartplatz dahinter beleuchtet werden könne. So wolle man sich die Möglichkeit erhalten, dort mit Kunstrasen später die Trainingsmöglichkeiten zu erweitern. „Zwischen 80 000 und 100 000 Euro würde die Erneuerung der Flutlichtanlage nach ersten Schätzungen kosten“, sagt die Fachbereichsleiterin. Geld, das als Investition für 2020 in den städtischen Haushalt eingeplant werde, ergänzt Frank Neumann, Fachbereichsleiter Bauen.

Den Kunstrasenplatz verlieren die Fußballer darüber nicht aus den Augen. Im Ausschuss verweist Jürgen Peters, 2. Vorsitzender bei Grün-Weiß Lübben, auf die Idee, den Hartplatz an der Berliner Chaussee in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Deshalb sollte man bei der Installation der Flutlichtanlage einen Mast für die Beleuchtung des Hartplatzes vorsehen, um sich diese Option offen zu halten. Außerdem könnten auf einem Kunstrasenplatz die Herrenmannschaften auch im Winter trainieren, erklärt Jürgen Bock, Vorsitzender der TSG Lübben.

Hallenkapazitäten könnten so für andere Sportarten frei werden, bestätigt Kornelia Hill, die bei der Stadt unter anderem die Sportstätten verwaltet. „Ein Kunstrasenplatz für alle drei Vereine wäre sinnvoll“, bestätigt Klaus Mietusch, Präsident von Blau-Weiß Lubolz. Lübben wachse und dementsprechend kommen auch mehr Kinder in die Sportvereine. Jedoch koste ein Kunstrasenplatz rund eine Million Euro, gibt Mietusch zu bedenken. Die Standortfrage dieses neuen Kunstrasenplatzes riss Jürgen Peters an: Sollte dieser an die Majoransheide kommen, müsse dort auch ein neues Sozialgebäude entstehen.

Doch die Diskussion über den Kunstrasenplatz, dessen Standort und den Pflegeaufwand sollten die Vereine nach der Kommunalwahl mit dem nächsten Bildungsausschuss führen, schlägt Ausschussvorsitzender Jens Richter vor. Für den Fachbereichsleiter Bauen, Frank Neumann, ist nach der Sitzung klar, die Flutlichtanlage auf dem Platz an der Berliner Chaussee ist gewünscht. Dementsprechend werde er die finanziellen Mittel im Haushalt für das kommende Jahr einplanen. Ein separater Beschluss sei nicht zwingend nötig. Geplant und gebaut werde die Flutlichtanlage, wenn die Stadtverordneten dem Haushaltsplan 2020 und damit dieser Investition zustimmen.