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| 17:35 Uhr

Zum Haushalt der Stadt Lübben
Lübben baut – auch an Kitas

Der Neu-, Ausbau und die Sanierung von Kitas und Schulen ist eines der größten Vorhabenfelder in Lübben. In Treppendorf entsteht derzeit eine neue Kita. Für Planung und Bau weiterer Kitas in den kommenden Jahren sind neun Millionen Euro im städtischen Haushalt eingetragen.
Der Neu-, Ausbau und die Sanierung von Kitas und Schulen ist eines der größten Vorhabenfelder in Lübben. In Treppendorf entsteht derzeit eine neue Kita. Für Planung und Bau weiterer Kitas in den kommenden Jahren sind neun Millionen Euro im städtischen Haushalt eingetragen. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Der städtische Haushalt für die kommenden Jahre spiegelt die aktuelle Diskussion wider. Von Ingvil Schirling

Fast neun Millionen Euro – das ist erstmal eine Zahl. Eine zum Luftholen. Und eine, die die aktuelle Diskussion um den Kitaplatzmangel in einer wachsenden Kreisstadt mehr als deutlich widerspiegelt.

Die neun Millionen Euro bestehen aus schwarzen Zahlen auf grünem Grund und offenbaren sich, wenn man die sechs Seiten der investiven Maßnahmenliste für 2019 durcharbeitet, die dem Haushaltsentwurf anhängen. Den hat Kämmerin Marita Merting diese Woche in den Fachausschüssen des Stadtparlaments vorgestellt, Fragen der Abgeordneten dazu beantwortet und dabei auch Einblick in die großen Entwicklungslinien der Stadt in den kommenden Jahren gegeben – so, wie sie jetzt auf dem Papier stehen. Den endgültigen Beschluss über den Haushalt 2019 müssen die Abgeordneten erst noch fassen.

Wie jeder Haushalt besteht auch dieser aus Einnahmen und Ausgaben, aus fixen Kosten und Investitionen und einigem mehr. Wichtig zu wissen ist, dass sich vier große Investitionsschwerpunkte abzeichnen, zu denen dann noch mehrere kleinere Vorhaben kommen. Die vier großen Posten beinhalten den Bau oder Ausbau beziehungsweise die Sanierung von Kitas und Horten/Schulen, die Erneuerung und Reparatur von Straßen sowie einen Topf für die Umsetzung der stadtplanerischen Projekte und solcher aus dem Bereich Tourismus/Wirtschaftsförderung.

Das hört sich zunächst vielleicht etwas trocken an. Doch was schwarz auf grün auf dem Papier steht, kann im Stadtteil Treppendorf zum Teil bereits besichtigt werden. Dort laufen die Bauarbeiten für den Neubau der Kita Treppendorf. Rund eine Million Euro steht als Anteil der Gesamtkosten für 2019 zu Buche. Erwartet wird, dass die Kita teurer ausfällt als geplant, informierte die Stadtverwaltung diese Woche zusätzlich im Bauausschuss. Der Trockenbau habe begonnen, über den Winter soll mithilfe einer Bauheizung weitergearbeitet werden. Mitte Januar soll der Estrich verlegt sein. Wenn alles klappt, soll das Gebäude Mitte Mai übergeben werden.

Und das würde, so deutet es der Haushaltsplan an, erst der Anfang sein. Für 1,7 Millionen Euro soll der zweite Würfel an die Liuba-Grundschule angebaut werden, für 1,55 Millionen Euro die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule ihren lang ersehnten Modulbau bekommen.

Weil das noch lange nicht reicht, um den Platzbedarf in der Kitabetreuung über die kommenden Jahre zu decken (diese Woche war im Bildungsausschuss von 225 Plätzen bis 2025 die Rede), ist der Bau einer mittelgroßen sowie einer großen Kita im Gespräch. Wie, wo und durch wen ist noch offen, aber Pläne wie diese müssen in der Haushaltsplanung allein schon deswegen bereits abgebildet sein, um perspektivisch Fördermittel akquirieren zu können. 700 000 Euro stehen für 2019 als Planungskosten in dem Zahlenwerk, für die Realisierung über die kommenden Jahre weitere 8,3 Millionen. Das macht zusammen die insgesamt neun Millionen Euro, die – über mehrere Jahre verteilt – dafür bereits auf dem Papier stehen.

2,8 Millionen Euro sind 2019 für die Straßen vorgesehen, darunter 100 000 Euro für den Hainmühlenweg und 800 000 Euro für die Erschließung des B-Plans Am roten Nil. Die Eigenmittel für stadtplanerische Vorhaben im Rahmen der Förderprogramme Aktive Stadtzentren und Stadtumbau Lübben sind mit 805 000 Euro eingeplant.

Grundsätzlich und rechnerisch „ist der Haushalt ausgeglichen“, sagt Kämmerin Maria Merting in Bezug auf die Zahlen für kommendes Jahr. „Wir haben die Rücklagen, um die Investitionen zu finanzieren.“ Die Auszahlungen belaufen sich auf rund 38,5 Millionen Euro, die Einzahlungen auf knapp 32 Millionen Euro im Finanzhaushalt.