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Beratung und Hilfe
Guter Rat von kompetenter Seite

Ansprechpartnerinnen beim Pflegestützpunkt des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben sind Pflegeberaterin Annette Lehmann, Sozialberaterin Viola Pavlik und Pflegeberaterin Manuela Noack (v.l.). Seit einem Jahr ist die Einrichtung in der Gerichtsstraße 8 zu finden.
Ansprechpartnerinnen beim Pflegestützpunkt des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben sind Pflegeberaterin Annette Lehmann, Sozialberaterin Viola Pavlik und Pflegeberaterin Manuela Noack (v.l.). Seit einem Jahr ist die Einrichtung in der Gerichtsstraße 8 zu finden. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Lübben. Der Pflegestützpunkt LDS hat sich in Lübben am neuen Standort etabliert. Von Ingrid Hoberg

Werden Ratsuchende den Pflegestützpunkt des Landkreises Dahme-Spreewald in der Lübbener Gerichtsstraße 8 annehmen? Diese Frage stellten sich Sozialberaterin Viola Pavlik und die Pflegeberaterinnen Annette Lehmann und Manuela Noack zunächst Mehrere Jahre hatten sie Räume im Rathaus der Stadt als Anlaufstelle genutzt.

Inzwischen haben die drei Beraterinnen die Erfahrung gemacht, dass die neuen Räume von den Besuchern gern besucht werden. Sie ziehen eine positive Bilanz. „Der neue Standort ist von Anfang an gut angenommen worden. Er liegt zentral und ist barrierefrei im Erdgeschoss zu erreichen“, sagt Viola Pavlik. Der Aufzug im Rathaus war doch von manchem gemieden worden. Durch die beiden Beratungsbüros, die jetzt zur Verfügung stehen, verkürzen sich auch die Wartezeiten für Ratsuchende. Im Lübbener Rathaus stand nur ein großes Büro zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei über die Jahre gut gewesen, schätzen die Beraterinnen ein. „Auch nach dem Umzug haben wir Unterstützung erhalten“, sagt die Sozialberaterin. So wurden die Flyer mit der neuen Adresse und Telefonnummer ausgelegt, Anrufer über den neuen Anschluss informiert. „Selbst nach einem Jahr rufen uns immer noch viele unter der alten Rufnummer an. Doch diese wird nun Ende März endgültig abgeschaltet“, sagt Viola Pavlik. Sie und ihre Kolleginnen hoffen, dass bis dahin die beiden Rufnummern 03546 175 11 11 und 175 11 10 noch besser bekannt werden.

Denn die Nachfrage nach Beratung steigt, so ihre Erfahrungen. Für das Jahr 2017 weist die Statistik rund 2220 Beratungsfälle aus, 230 Hausbesuche fanden statt. Der Pflegestützpunkt im Landkreis Dahme-Spreewald ist eine neutrale Pflegeberatung und -koordination, es wird über Unterstützung von verschiedenen Anbietern informiert. Das können Organisationen und Vereine sein, Anbieter von ambulanten Angeboten wie Physiotherapie oder Logopädie. „Wir nehmen auch gern weitere Hinweise entgegen, wir wollen gern wohnortnahe Angebote weitervermitteln“, sagt Viola Pavlik. Jeder entscheide dann selbst, welches er annehmen möchte.

Sie unterstützen Angehörige oder Betroffene, wenn es um die Klärung von Kosten für pflegerische und soziale Leistungen geht. Wenn Anträge gestellt werden müssen und die Flut der Papiere nicht allein bewältigt werden kann, dann helfen sie. Und wer selbst nicht in eine der Beratungsstellen in Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen kommen kann, den besuchen sie vor Ort. Und wir sind immer wieder bei Selbsthilfegruppen, Vereinen und Organisationen zu Gast, um über verschiedene Themen, beispielsweise zur Antragstellung, zur Pflege- und Krankenversicherung, zu informieren“, sagt Manuela Noack.

Die Arbeit des Pflegestützpunkts schätzt auch Carsten Saß (CDU), Dezernent für Kultur, Jugend, Gesundheit und Soziales beim Landkreis Dahme-Spreewald. „Das Thema Pflege wird in der Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen und die Menschen haben viele Fragen. Der Pflegestützpunkt bietet die Möglichkeit, außerhalb behördlicher Wege viele Informationen zu bekommen“, sagt er. Viele würden sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigen, wenn Angehörige betroffen sind. Dass Ratsuchende dann auch aus Nachbarlandkreisen wie Lübbenau (OSL) oder Dahme (Teltow-Fläming) beim LDS-Stützpunkt Unterstützung finden, sei eine selbstverständliche Sache der Kooperation an.