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| 01:00 Uhr

Der Oktober holt den Sommer nach

Lübben.. Ein prächtiger Altweibersommer im Oktober entschädigte für den missraten Sommer 2005. Die Sonnenscheindauer ließ die der Regenmonate Juli und August erblassen. Hottas

Mit milden Temperaturen wurde die Tourismus-Saison verlängert und lockte Spreewälder zu Wanderungen und Radtouren ins Freie.
Auch wenn der 1. Oktober sonnig begann, so fing es doch in den Nachmittagsstunden intensiv an zu regnen. Das wäre kaum erwähnenswert, wenn der Regen nicht der einzig nennenswerte des Monats gewesen wäre. Am nächsten Tag blieb es dunstig. Eine dichte Wolkendecke verdeckte am Tag der Deutschen Einheit den Blick auf das astronomische Spektakel der partiellen Sonnenfinsternis. Dafür lockten milde Temperaturen in Freie.
Von diesem Tag an zeigte sich der Oktober von seiner besten Seite. Sonnentage luden zu Radpartien durch den Spreewald ein. Eine stabile Hochdruckwetterlage bescherte uns Altweiber-Som mer wetter. Die Brandenburger Schüler erlebten Herbstferien der Wetter-Extra-Klasse.
Der „goldene Herbst“ schwang weiterhin sein Zepter, selbst wenn sich Dahlien und andere frostempfindliche Pflanzen bei den ersten Nachtfrösten am 16. und 19. aus der Farbpalette verabschiedeten. Doch Petrus legte nochmals nach. So kletterte die Temperatur bis an die 20-Grad-Celsius-Marke. Nachts sank sie nicht unter 10 Grad ab. Es war schon ungewöhnlich, was Petrus auf der Klaviatur des Wetters bot.
Auf Regen warteten die Spreewälder vergebens. Die Sonnenstrahlen ließen sich nicht vertreiben, so dass mancher Nachmittag auf der Gartenbank bei Kaffee und Kuchen genossen werden konnte.
Auch die Straßencafés nutzten die milden Temperaturen und luden die Spreewälder und ihre Gäste zum letzten Verweilen im Freien in diesem Jahr ein. Petrus hatte für seinen Schlecht-Wetter-Sommer um Entschuldigung gebeten.

Temperatur: Die Monatsdurchschnittstemperatur betrug 10,8 Grad Celsius und lag damit um 2,3 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Ein neuer Rekord ist dies jedoch nicht, denn 2001 mit 13,0 Grad Celsius und 2000 mit 12,0 Grad Celsius lag sie noch deutlich darüber. Der Höchstwert wurde am 8. und 11. mit jeweils 20,5 Grad Celsius registriert. An zwei Tagen, dem 16. und 19., sank nachts die Quecksilbersäule in den Frostbereich.
Niederschlag: Nur 14,7 Liter Niederschlag fielen im Oktober auf den Ouadratmeter. Das ist exakt ein Drittel des Monatsüblichen. Dabei fiel bereits am Ersten mit 8,0 Litern die größte Menge. An 24 Tagen wurde kein Niederschlag gemessen. Die Gesamtsumme des Niederschlags im Jahr vergrößerte aber dennoch auf 557 Liter und liegt bereits seit dem September über dem langjährigen Jahres-Mittelwert von 513 Litern für Lübben.

(Alle Werte beziehen sich auf die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Lübben-Blumenfelde)