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Der Lübbener Wehr fehlt Platz

Die Situation vor den beiden Fahrzeughallen bedarf einer guten Abstimmung im Einsatzfall: Die Stauräume überlagern sich, das lässt sich auch bei einem Umbau an diesem Standort, Am kleinen Hain 42, nicht ändern, so die bisherige Feststellung des Planungsbüros.
Die Situation vor den beiden Fahrzeughallen bedarf einer guten Abstimmung im Einsatzfall: Die Stauräume überlagern sich, das lässt sich auch bei einem Umbau an diesem Standort, Am kleinen Hain 42, nicht ändern, so die bisherige Feststellung des Planungsbüros. FOTO: Ingrid Hoberg
Lübben. Im Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Lübben-Stadt geht es eng zu – jeder Zentimeter Raum wird genutzt. Das zeigt die Bestandsaufnahme, die Architekt Marko Docter am Mittwoch im Rathaus im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt hat. Ingrid Hoberg

Im Jahr 1965 errichtet, gab es an den Gebäuden Am kleinen Hain 42 mehrere Um- und Anbauten, die dem Bedarf angepasst waren, aber auch zu Lösungen geführt haben, die heute als Stückwerk vorhanden sind.

Aus Mitte der 60er-Jahre stammen der heutige Sozialtrakt, eingeschossig und teilweise unterkellert, der Mittelteil der Fahrzeughalle 1 und der Schlauchturm. Später wurden Garagen angebaut, die Halle links und rechts um je einen Stellplatz erweitert. Weiter folgte die zweite Fahrzeughalle, inzwischen ebenfalls umgebaut. "Ein ganzheitliches Konzept fehlt bis heute", stellt der Architekt in seiner Standortuntersuchung fest.

Marko Docter hat die gültige DIN-Vorschrift herangezogen und auch mit der Feuerwehrunfallkasse abgestimmt, was bei einem Umbau als Kompromiss genehmigungsfähig wäre. Gegenwärtig stehen der Lübbener Wehr 910 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, nach der gültigen DIN sind 1300 Quadratmeter notwendig, einschließlich einer Waschanlage.

Der Architekt hat in seine Betrachtung zu einem Um- oder Neubau auch die Hilfsfrist von neun Minuten beachtet, die zu 95 Prozent erreicht werden soll, laut Bedarfsplan zur Gefahrenabwehr. Das ist entscheidend auch bei der Wahl des Standorts - falls ein Neubau errichtet werden sollte. Der Bereich Stadtplanung hat dazu ebenfalls eine Analyse angefertigt und im Bauausschuss unter anderem die Bahnhofstraße 28 vorgestellt. Prämissen sind vorhandene Grundstücke im kommunalen Eigentum, die Erreichbarkeit der Kernstadt und der Gefahrenschwerpunkte sowie die Distanz von den Wohnorten der Feuerwehrleute zum Standort der Wehr.

Zum Thema:
Nach dem Stand der vorliegenden Statistik hat die Lübbener Wehr 48 Mitglieder, davon drei Frauen, sowie 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Es fehlt ein großer Raum für Schulungen oder Versammlungen. Dafür wird gegenwärtig zeitweise eine Fahrzeughalle genutzt. Die Jugendfeuerwehr hat ihr Domizil in einer Garage hinter einer Fahrzeughalle. Die Spinte der Einsatzkräfte stehen in einer dieser Hallen, Dusch- und Waschräume sind nur über Umwege erreichbar.Die Ortswehrführung hat Erweiterungs- und Sanierungswünsche vorgelegt. Über die vorgelegte Untersuchung und das Umbaukonzept soll am 6. Juli in einer Zusammenkunft mit den Männern und Frauen der Feuerwehr Lübben-Stadt diskutiert werden.Die Bestandsaufnahme für die Feuerwache Lübben-Stadt, Am kleinen Hain 42, und die Analyse der Stadtplanung zur Suche nach einem neuen Standort sind auf der Internetseite der Stadt für den Sitzungsdienst zu finden unter: www.luebben-rathaus.de/daten