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Debatte über Planungsrecht in Steinkirchen

Auf dem hinteren Teil des Grundstücks Steinkirchener Dorfstraße 25 in Lübben will die LWG einen dreigeschossigen Neubau errichtet.
Auf dem hinteren Teil des Grundstücks Steinkirchener Dorfstraße 25 in Lübben will die LWG einen dreigeschossigen Neubau errichtet. FOTO: I. Hoberg
Lübben. (ho) Warum geht die Lübbener Wohnungsbaugesellschaft LWG mit einem Plan für die Bebauung des Grundstücks Steinkirchener Dorfstraße 25 in die Spur, wenn die Verwaltung in ihrer Stellungnahme zum Antrag auf Vorbescheid feststellt, dass er planungsrechtlich nicht zulässig sei? Diese Frage bewegte die Abgeordneten in der Januar-Stadtverordnetenversammlung. Frank Neumann, zum einen Chef des Bauamtes, zum anderen Vorsitzender des Aufsichtsrats der LWG, konnte die Frage nicht beantworten, da er erkrankt war und an der Sitzung nicht teilnahm.

Während es für die Sanierung und den Ausbau des denkmalgeschützten Wohngebäudes zu acht Wohnungen keine planungsrechtlichen Bedenken vonseiten der Stadtverwaltung gibt, wird festgestellt, dass sich die geplante Höhe des Gebäudes mit fünf Wohnungen im hinteren Bereich des Grundstücks nicht an dieser Stelle in die vorhandene Bebauung einfügt. Bei einer Verschiebung des Baukörpers in westlicher Richtung sei die Einfügung möglich. Stadtplanerin Karin Jacobsen verwies in der Stadtverordnetenversammlung darauf, dass es bereits im Sommer 2015 eine Beratung mit der LWG gegeben habe, in der dargelegt wurde, wie die Planung genehmigungsfähig gemacht werden kann.

Die Abgeordneten legten eine kurze Pause für die Beratung in den Fraktionen ein, ehe die Abstimmung erfolgte. Zum Beschlussvorschlag der Verwaltung gab es neun Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Damit ist diese Vorlage abgelehnt worden, die Zustimmung zum Bauvorhaben also nicht versagt worden. Geschäftsführer Hartmut Kohlmann, der in der Sitzung anwesend war, geht davon aus, dass die LWG das Projekt weiter betreiben werde. Genehmigungsbehörde ist der Landkreis.

Lübben braucht dringend den Wohnraum, der in der Steinkirchener Dorfstraße 25 mit Sanierung, Ausbau und Neubau geschaffen werden soll. Darüber waren sich Abgeordnete wie Verwaltung einig.