ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:26 Uhr

Krausnick
Das Interesse am Hegefischen ist groß

 Alle Augen sind auf das Wasser gerichtet. Auch Gerd Neumann (li.) und Eberhard Volkmer (Mitte) sowie Daniel Neumann (2.v.re) vom Vorstand des Kreisanglerverband  Lübben e.V. schauen interessiert zu.
Alle Augen sind auf das Wasser gerichtet. Auch Gerd Neumann (li.) und Eberhard Volkmer (Mitte) sowie Daniel Neumann (2.v.re) vom Vorstand des Kreisanglerverband  Lübben e.V. schauen interessiert zu. FOTO: Andreas Staindl
Krausnick. Von Andreas Staindl

Das Hegefischen des Kreisanglerverband (KAV) Lübben lockte kürzlich so viele Teilnehmer wie lange nicht. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagt Eberhard Volkmer vom Vorstand des KAV. „Zahlreiche unserer Mitgliedsvereine waren vertreten. Das zeugt von einem großen Interesse. Es waren auch Angler aus aus Walddrehna, Lieberose und Luckau dabei. Sie sind regelmäßig bei uns zu Gast.“

14 Mannschaften mit 51 Teilnehmern waren diesmal dabei. Sie haben am Mittelsee und am Schwanensee in den Krausnicker Bergen geangelt. Die beiden benachbarten Gewässer gehören zu den Heideseen – einem beliebten Angelrevier im Unterspreewald.

Der KAV Lübben kümmert sich um die Hege der Fischbestände sowie Pflege und Erhaltung der Seen. Er führt zwei Mal pro Jahr – im Frühjahr und Herbst – ein Hegefischen durch. „Wir wollen damit ein Verbuttern der Gewässer verhindern“, erklärt Eberhard Volkmer. „Mit gezieltem Abfischen steuern wir dagegen, dass ein Ungleichgewicht zwischen Raub- und Friedfischpopulation entsteht.“

Das Verbuttern – der überproportionale Anstieg von Individuen einer Fischpopulation – führt zu einer geringeren Durchschnittsgröße der Tiere und zum früheren Eintritt der Geschlechtsreife. „Ein Gewässer ist nur gesund, wenn das Gleichgewicht zwischen den Individuen stimmt“, sagt Gerd Neumann, Jugendwart des KAV Lübben.

Damit das Verhältnis passt, fischt der Kreisanglerverband nicht nur ab, sondern setzt auch regelmäßig Fische in die Heideseen. Welche und wie viele, das ist abhängig von den Angelergebnissen. Grundlage sind die Fangbelege, die in die vorhandenen Kästen an den Heideseen gesteckt werden sollen. „Nicht jeder Angler hält sich daran“, sagt Gerd Neumann. „Wir brauchen aber möglichst konkrete Zahlen, damit wir eine Ausgewogenheit der Fische in den Gewässern garantieren können.“

Verbuttern ist die eine Gefahr, die Trockenheit eine weitere. „Bei niedrigem Wasserstand werden die Fische inaktiv“, erzählt Eberhard Volkmer. „Sie konzentrieren sich auf die Lebenserhaltung, beißen schlecht.“ Zu wenig Wasser und Sauerstoff, zudem langanhaltende hohe Temperaturen lassen das ökologische Gleichgewicht eines Gewässers kippen. Im Kreisanglerverband Lübben hofft man deshalb, dass der kommende Sommer nicht wieder so heiß und trocken wird wie 2018.

Noch sind offenbar zahlreiche Fische in den Heideseen. 64,5 Kilogramm Fisch (Bleie, Plötzen und andere Weißfische) wurden von allen Teilnehmern während des zweistündigen Hegefischens aus den beiden Seen in den Krausnicker Bergen gezogen. 15 200 Gramm gingen auf das Konto der ersten Mannschaft des Anglervereins (AV) Luckau, die damit Sieger wurde. Der AV Schwielochsee wurde Zweiter mit 11 750 Gramm und der AV Straupitz II Dritter mit 8550 Gramm. In der Einzelwertung siegte Rene Springer (AV Luckau I) mit 9700 Gramm vor Norbert Handrich (5250 Gramm) und Matthias Netzker (4850 Gramm –beide vom AV Schwielochsee).

Am 8. September findet das zweite Hegefischen des Kreisanglerverbands Lübben an den Heideseen statt. Der KAV ist der Dachverband von derzeit 34 Anglervereinen in den Altkreisen Lübben und Luckau.