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Das Blaue Band wird vorbereitet

Auf dem Schulhof der 2. Grundschule Lübben gehen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt voran: Vorarbeiter Rainer Klausch und Marcel Hähnlein (l.) von der Firma Veolia aus Hoyerswerda führen Pflasterarbeiten an der Grenze zum Sportplatz aus.
Auf dem Schulhof der 2. Grundschule Lübben gehen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt voran: Vorarbeiter Rainer Klausch und Marcel Hähnlein (l.) von der Firma Veolia aus Hoyerswerda führen Pflasterarbeiten an der Grenze zum Sportplatz aus. FOTO: I. Hoberg
Lübben. Der Schulhof der 2. Grundschule in Lübben soll im Juni fertig gebaut sein. Dann könnte das Blaue Band, das an den Lauf des Wassers im Spreewald erinnern wird, noch vor den Sommerferien von den Schülern in Besitz genommen werden. Ingrid Hoberg

Noch gehört ein bisschen Fantasie dazu, sich das Blaue Band auf dem Schulhof an der Wettiner Straße vorzustellen - doch in zweieinhalb Monaten soll es fertig sein. Die Mitarbeiter der Firma Veolia Umweltservice aus Hoyerswerda sind in diesen Frühlingstagen mit den Arbeiten schon gut vorangekommen. Es sind die Pflastersteine aufgenommen worden - ausgenommen ist die Fahrradabstellfläche, die im ersten Bauabschnitt im vergangenen Jahr neu gebaut worden war. An der Grenze zum Sportplatz werden inzwischen neue Borde gesetzt und schon wieder Pflastersteine verlegt. Als Sichtschutz zum Platz wird jetzt im Frühjahr eine Hainbuchenhecke angepflanzt. Eine Tür wird in den Zaun eingebaut, um den kurzen Weg von der Schule zum Platz zu gewährleisten.

Als Erstes sind die Flächen im Eingangsbereich umgestaltet worden, die in der nächsten Woche bepflanzt werden. "Wir wollen die Pflanzzeit im Frühjahr nutzen, damit die Schule die Grünflächen schnell zur Verfügung hat", sagt Planerin Astrid Subatzus vom gleichnamigen Büro. So sind am Schulgebäude bereits Blumenzwiebeln in die Erde gekommen. Im Zuge der Neugestaltung werden acht Bäume neu gepflanzt, davon ein großer Ginkgo vor dem Schulhof. Dort ist ein Baum mit Genehmigung der Naturschutzbehörde gefällt worden. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben war, erklärt die Planerin. Zierkirsche und Zierapfel sowie Hainbuchen und weitere Ginkgos werden für einen grünen Kontrast zum Blauen Band sorgen. "Für Ginkgos haben wir uns bewusst entschieden - als Anregung für den Biologieunterricht", sagt Marion Trott vom Lübbener Bauamt.

Mit der Gestaltung des Blauen Bandes aus Kunststoffmaterial für den Boden mit Fallschutz wird das Thema Wasser, Fließe im Spreewald, aufgegriffen. Inselförmig werden Pflanzflächen eingebunden, auf denen auch Gräser stehen werden, erläutert Astrid Subatzus. Für die Mädchen und Jungen werden wohl die Spielgeräte die wichtigsten Elemente sein. Im Vorfeld der Planung hatten sich die Schüler der 2. Grundschule mit vielen Ideen eingebracht.

So wird es eine große Spielkombination geben, in die eine Rutsche integriert ist. Auf einem großen Seilklettergerät, auf einem Trampolin und auf der Vogelnestschaukel werden die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können. Und wer eine Pause braucht, kann sich auf einem der Findlinge ausruhen. "Die großen Feldsteine haben wir aus dem Abriss der Stadtmauer eingelagert und sie werden nun auf dem Schulhof mit eingebaut", erklärt Marion Trott. Sie werden als Sitzhocker umfunktioniert.

Zum 50. Geburtstag der Bildungseinrichtung im September soll der Schulhof auf jeden Fall fertig gestaltet sein. Doch Ziel ist es, die Arbeiten nach drei Monaten Bauzeit bis zum 30. Juni abzuschließen. Gegenwärtig steht dem nichts entgegen. Dann könnten auch die Schüler der 6. Klassen, die mit ihren Vorschlägen Anteil an der Entwicklung des Projekts hatten, den Platz in Besitz nehmen. Bis dahin wird bei den wöchentlichen Bauberatungen mit dem Planungsbüro, dem Baubetrieb und dem Bauamt der Stadt der aktuelle Arbeitsstand besprochen.

Zum Thema:
Die Gesamtkosten des zweiten Bauabschnitts auf dem Schulhof der 2. Grundschule Lübben liegen einschließlich Planung und Nebenkosten bei rund 265 000 Euro. Die Stadtverordneten hatten im März die Vergabe beschlossen, sodass mit den Arbeiten Ende März begonnen werden konnte. Im ersten Bauabschnitt waren 2014 unter anderem das Gerätehaus, Fahrradstellplätze und Sitzgelegenheiten gebaut worden.