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| 17:49 Uhr

Bauvorhaben
Dampfbad statt Minigolf

In heiterer Runde genießt diese Gruppe aus Calau den Minigolfplatz auf der Lübbener Schlossinsel. Derzeit gibt es Pläne, an seinem Ort eine Wellness-Erweiterung für das Strandhaus zu errichten – nicht nur für Hotelgäste, sondern für alle Interessierten.
In heiterer Runde genießt diese Gruppe aus Calau den Minigolfplatz auf der Lübbener Schlossinsel. Derzeit gibt es Pläne, an seinem Ort eine Wellness-Erweiterung für das Strandhaus zu errichten – nicht nur für Hotelgäste, sondern für alle Interessierten. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. An der Spreeseite des Strandhauses auf der Lübbener Schlossinsel soll eine Wellness-Erweiterung entstehen – die Pläne liegen zur Einsich aus.

Wo derzeit noch die kleine Minigolfanlage des Strandhauses auf der Lübbener Schlossinsel in der strahlenden Spätsommersonne liegt, könnte in Zukunft der Dampf eines Bades in den Himmel steigen. Markus Karl vom Hotel am angrenzenden Strandcafé will den Komplex um eine Wellnessanlage erweitern.

1,6 Millionen Euro will der Hotelier investieren. Im Verlauf mehrerer Jahre hat er das traditionsreiche Strandcafé gekauft und renoviert, zuletzt das Strandhaus als Beherbergungsbetrieb der gehobenen Klasse errichtet. An dessen Spitze, zur Spreeseite hin, grenzt der Minigolfplatz, der ebenfalls vom Strandhaus aus betrieben wird. Ein Drittel der Fläche gehörte bisher zu diesem, zwei Drittel waren von der Stadt gepachtet. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, gehen auch diese in Besitz des Strandhauses über.

Genau dafür ist in diesen Tagen der Grundstein gelegt worden. Mit einer Veranstaltung im Lübbener Rathaus begann eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Die erste Änderung des entsprechenden Bebauungsplans liegt nun aus, um die Lübbener – die das Vorhaben ja auch betrifft – frühzeitig mit diesem bekannt zu machen. Auch Behörden wie die Untere Naturschutzbehörde können sich einbringen, weil das Gelände schon im Landschaftsschutzgebiet liegt.

Entstehen soll, mit dem Haus verbunden durch einen unauffälligen Gang aus Glas, ein Komplex aus einem etwa 14 mal 3,5 Meter großen Innenpool, einer Dampfsauna, Duschen, weiteren Ruheplätzen und einem kleinen Außenpool.

„Es wird architektonisch für Lübben und diesen touristischen Standort eine Bereicherung“, schätzt Markus Karl ein. Denn flankiert wird das Ensemble von Stelzenhäusern, die zusammen vier neue Apartments mit etwa 45 bis 50 Quadratmetern Größe und einen Multifunktionsraum ergeben, der für Yoga, Fitness, Tagungen oder Besprechungen genutzt werden kann. Die Stelzenhäuser scheinen über dem Wellnessgebäude zu schweben. Somit befinden sich die Zimmer in Baumwipfelhöhe, und die Gäste können von dort aus auf die Spree schauen.

Dennoch wird der ganze Komplex niedriger ausfallen als das Hotel und auch niedriger als das touristische Zentrum nebenan, sagt Markus Karl. Henry Beyer als zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Bauwesen der Stadtverwaltung bestätigt das. So „duckt sich“ das Ensemble etwas zur Spree hin, formuliert Markus Karl.

Was nun an Stellungnahmen eingeht, wird in den Änderungsentwurf eingearbeitet, ehe es zu einer zweiten Offenlegung, weiterer Aufarbeitung und schließlich zur Beschlussreife kommt. Gebaut werden soll erst, wenn die Baustelle am Houwald-Damm abgeschlossen ist.

Dieser Mann hat einen Plan: Markus Karl will in Form einer Wellnessanlage weiter ins Strandhaus investieren. Sie soll öffentlich zugänglich sein.
Dieser Mann hat einen Plan: Markus Karl will in Form einer Wellnessanlage weiter ins Strandhaus investieren. Sie soll öffentlich zugänglich sein. FOTO: LR / Ingvil Schirling