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Dahme-Spreewald sucht beste Arbeitgeber

Die siegreichen Unternehmen bekommen diesen Glaspokal. Er hat sie Form des Landkreises Dahme-Spreewald.
Die siegreichen Unternehmen bekommen diesen Glaspokal. Er hat sie Form des Landkreises Dahme-Spreewald. FOTO: privat
Wildau. Landrat gibt in Wildau Startschuss für neuen Wettbewerb. Auszeichnung soll den Unternehmen im Wettlauf um Fachkräfte helfen. paw/bt

Der Landkreis Dahme-Spreewald lobt erstmals den Wettbewerb "Beste Arbeitgeber" aus. Gesucht werden Unternehmen, in denen sich die Beschäftigten wohlfühlen und in denen generell ein gutes Klima herrscht. "Unternehmen, bei denen die Mitarbeiter gerne zur Arbeit gehen und sich in hohem Maße wertgeschätzt fühlen, haben neben besseren Chancen auf dem Personalmarkt auch nachhaltigeren wirtschaftlichen Erfolg", sagte Landrat Stephan Loge (SPD) bei der Vorstellung des Wettbewerbs am Freitag in Wildau.

Die Anmeldefrist läuft bis zum 31. Juli 2017. Die Firmen selbst können sich bewerben oder von ihren Angestellten vorgeschlagen werden. Dazu muss einfach ein kleiner Fragebogen ausgefüllt werden. Eine Jury besucht später die Unternehmen, ermittelt dann die Gewinner. Die Preise werden in vier verschiedenen Kategorien verliehen, die sich nach der Mitarbeiterzahl richten. Die Spanne reicht von Betrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern und solchen mit über 250 Beschäftigten. Die Gewinner bekommen einen Glaspokal in der Form des Kreises Dahme-Spreewald. Die Preisverleihung erfolgt beim Wirtschaftsempfang des Landrates am 12. Oktober.

Der Wettbewerb ist in dieser Form eine Premiere, ganz neu ist diese Würdigung durch den Landkreis aber nicht. Bereits zwei Mal wurden Unternehmen ausgezeichnet, die besonders familienfreundlich sind. Zu den Preisträgern gehörten eine Apotheke, eine Gebäudereinigung und eine Softwarefirma.

Die Familienfreundlichkeit bleibt ein wichtiges Kriterium. Doch bei der Suche nach dem besten Arbeitgeber wird nun auch auf die Personalstrategie, die Arbeitsorganisation und die Unternehmenskultur geschaut. Der Chef-Wirtschaftsförderer von Dahme-Spreewald, Gerhard Janßen, findet, dass alle Teilnehmer profitieren. Sie könnten ihre Qualitäten als Arbeitgeber präsentieren und sich selbst prüfen. Der gute Ruf eines Unternehmens werde künftig beim Wettlauf um die besten Fachkräfte entscheidend sein. Für Landrat Loge hängt davon sogar die "Zukunftsfähigkeit der Region ab". Das gelte für den Norden ebenso wie für den Süden, wo die Jugendarbeitslosigkeit höher ist. So könnten Arbeitgeber in den ländlichen Regionen Anreize schaffen, indem sie sich zum Beispiel an Fahrtkosten beteiligen. "Von der Zeit her ist der Weg in die Lausitz kein Problem mehr, aber es ist teuer."

Der Wettbewerb wird von der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Cottbus, der Brandenburger Wirtschaftsförderung, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur unterstützt. Im Landkreis Dahme-Spreewald liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,7 Prozent. Laut Arbeitsagentur ist das der beste Wert in Berlin und Brandenburg.