Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten Dahme-Spreewälder steigt weiterhin dramatisch - und seit Mittwoch, 1. April, gibt es zudem den ersten Todesfall. Ein 81-jähriger am Coronavirus Erkrankter war seit Längerem intensivmedizinisch behandelt worden und hatte schwere Vorerkrankungen, informiert die Kreisverwaltung Dame-Spreewald. Landrat Stephan Loge: „Wir sind tief betroffen, dass die Pandemie nun auch in unserem Landkreis ein erstes Todesopfer gefordert hat. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Im Landratsamt und unserem Krisenstab sind wir weiter in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um unsere medizinischen Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen.“

Dahme-Spreewald will mit Bußgeldern durchgreifen

In diesem Zuge hat der Krisenstab die Eindämmungsverordnung und ihre Umsetzung im Visier. Am Freitag soll mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren beraten werden, wie Bußgelder verhängt werden können. Dazu soll es eine einheitliche Linie geben.

Zwischenzeitlich werden 99 positiv getestete Dahme-Spreewälder gemeldet. 24 Stunden zuvor waren es noch 81. In Lübben stieg die Zahl der Infizierten auf 14, im Unterspreewald auf vier. Acht Menschen gelten als genesen, acht befinden sich im Krankenhaus. „Derzeit sind 293 Quarantänen verhängt und 261 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis“, informiert die Kreisverwaltung weiter.

Union-Ultras muntern Klinik-Teams auf

Das Klinikum Dahme-Spreewald hat unterdessen von unerwarteter Seite Aufmunterung erfahren. Union-Ultras hatten am Zaun des Achenbach-Krankenhauses in Königs Wusterhausen wie auch in Köpenick ein Spruchband aufgehängt. Auf der Tapete ist zu lesen: „Endlich wird für jeden sichtbar: Ihr seid unverzichtbar. Danke!“ Den Mitarbeitern des Klinikums zaubere dies ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie zur Arbeit kommen, reagiert Ragnhild Münch als Sprecherin des Klinikums. Sie informiert weiterhin darüber, dass sich Mitarbeiter im Ruhestand gemeldet hätten, um die Teams im Klinikum zu unterstützen.

Zudem würden Ehrenamtliche selbst genähten Mundschutz anbieten, der zwar ein Hilfsmittel zur verbesserten Husten- und Sprachetikette sei, aber keinesfalls das Medizinprodukt Atemschutzmaske vollwertig ersetzen könne. Auch Visiere würden von Helfern „mit großem handwerklichen Geschick“ kreiert.