In Schlepzig fuhren am Wochenende genau wie in anderen Orten im Spreewald die Kähne wieder. „Es war super“, sagt Jacqueline Fischer. „Vor allem für die Seele ist es richtig gut, wieder zu fahren.“ Die Kahnfährfrau aus Schlepzig betreibt auch das Hafenstübchen am Großen Hafen in Schlepzig. Dort gab es am Wochenende auch Essen zum Mitnehmen. Für das kommende Wochenende bereitet sie jetzt alles vor. Die Tische werden weit auseinandergerückt. Und im Hafenstübchen wird es einen Eingang und einen Ausgang geben, sodass die Leute nur in eine Richtung gehen brauchen.

Ansonsten gibt es klare Vorgaben. Der Schlepziger Kahnfährmann Burkhard Henschelchen erklärt, dass immer eine Bank auf den Kähnen frei bleiben muss. So ist es möglich zwischen zehn und zwölf Personen auf einem Kahn zu befördern, wo früher bis zu 27 Menschen Platz hatten. In Lübben gelten die gleichen Vorschriften, bestätigt Peter Koukal, stellvertretender Vorsitzender des Fährmannsvereins „Flottes Rudel“. Am Samstag und Sonntag seien jeweils neun Kähne unterwegs gewesen, die mit sechs bis neun Personen besetzt waren. „Es war ein verhaltener Start“, so Koukal. Unter den Gästen waren einige, die sich spontan auf den Weg gemacht hatten und Patienten der Reha-Klinik.

Fahrten für Gruppen finden dagegen im Moment gar nicht statt und sind abgesagt worden. Hinzu kommt, dass die Kähne nur tagsüber und maximal drei Stunden lang unterwegs sein dürfen. Die beliebten Nachtfahrten oder Tagestouren in den Spreewald nach Schlepzig oder Leipe sind damit nicht möglich. Überall fehlen noch die Touristen, die auch in der Woche Kahnfahrten erleben wollen. Deshalb hoffen alle, dass sich mit der Öffnung der Gaststätten und der Hotels bis Ende Mai die Situation weiter bessert.

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