Landrat Stephan Loge wendet sich mit einer Video-Botschaft an die Dahme-Spreewälder. Seine Mitteilung ist tendenziell eher optimistisch: Nach langen Lockdown-Wochen und einer Inzidenz, die zeitweise an der 300er-Marke kratzte, sinkt letztere nun deutlich.
Entwarnung kann der Verwaltungschef des Landkreises dennoch nicht geben. Seine Bitte um Vorsicht betrifft die derzeit grassierenden Verschwörungstheorien rund um das Virus und die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen.

Inzidenz in LDS sinkt in den 100er-Bereich

Doch zunächst zu den Zahlen. Innerhalb einer Woche - mit Vergleich zu Dienstag, 26. Januar 2021 - ist der wichtige Gradmesser der 7-Tage-Inzidenz an Infizierten je 100.000 Einwohner doch sehr deutlich gesunken. Bewegte er sich vor Wochenfrist noch um die 200er-Marke, so landete er am 2. Februar 2021 bei 120 positiv getesteten Menschen in Dahme-Spreewald, gerechnet auf 100.000 Einwohner.
Aktuell sind 510 Dahme-Spreewälder mit Covid-19 infiziert. 56 davon müssen im Krankenhaus behandelt werden. Vergangenen Dienstag waren es noch 670, davon lagen 59 im Krankenhaus, 14 auf der Intensivstation, sieben mussten beatmet werden. Diese Details hatte Oberfeldarzt Dr. Jochen Heinz im Gesundheitsausschuss mitgeteilt, der die Kreisverwaltung in diesem Bereich unterstützt.

Pandemie-Bekämpfung mit hohem Personalaufwand

Die Zahlen sinken also deutlich. Er sei „vorsichtig optimistisch“, sagt Landrat Stephan Loge (SPD) denn auch in seiner Videobotschaft, „dass wir langsam wieder in Richtung Inzidenz 50 laufen“. Weiterhin sei ein großer Teil Mitarbeiter im Gesundheitsamt zur Pandemie-Bekämpfung eingesetzt.
„Die Eindämmungsverordnung, das Abstand halten, das Tragen von medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen zeigen Wirkung“, schätzte er ein. „Unsere größte Hoffnung liegt derzeit darin, dass der Impfstoff so schnell wie möglich wieder verfügbar ist.“ Es sei jedoch weiter wichtig, aufeinander Acht zu geben, Solidarität zu zeigen und zusammenzuhalten.

Warnung vor Verschwörungstheoretikern

Er appellierte weiter: „Lassen Sie uns zusammenstehen – hören Sie nicht auf die Verschwörungstheoretiker. So einfach oder kompliziert, wie die sich das vorstellen, ist es nicht.“ Er könne nur hoffen, dass das Impfzentrum in Schönefeld bald wieder unter voller Kapazität gefahren werden könne.