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Chancen für Ölgewinnung steigen

Ende 2012 hatte das kanadische Unternehmen CEP bei Guhlen mit Probebohrungen nach Erdöl begonnen. Bis zu 2800 Meter tief ist der Bohrkopf seinerzeit auf der Suche nach dem flüssigen Gold vorgedrungen.
Ende 2012 hatte das kanadische Unternehmen CEP bei Guhlen mit Probebohrungen nach Erdöl begonnen. Bis zu 2800 Meter tief ist der Bohrkopf seinerzeit auf der Suche nach dem flüssigen Gold vorgedrungen. FOTO: Pleul/dpa
Cottbus. Tausende Meter tief unter der Erde soll die Suche nach Erdöl weitergehen. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe hat angekündigt, ein Unternehmen wolle am Rand des Spreewaldes Lagerstätten erkunden. Voraussichtlich im November sollen die Arbeiten starten. Ronald Ufer

Die Central European Petroleum GmbH hat Gespräche mit dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe über zwei weitere Erdöl-Probebohrungen nördlich des Spreewaldes aufgenommen. Sie werden voraussichtlich wieder Tiefen von 2800 Metern erreichen wie eine erste Probebohrung bei Guhlen. Der Präsident des Brandenburgischen Landesbergamtes, Klaus Freytag, rechnet in den nächsten Wochen mit einem entsprechenden Antrag des Unternehmens. Die Arbeiten könnten dann im November beginnen und bis zum Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Bei der Erkundung würden höchste Sicherheitsstandards beachtet und auch die Einwohner benachbarter Orte wieder umfassend informiert.

In Tauer, wo die Gesellschaft gleichfalls umfassende Erkundungen vermuteter Lagerstätten vorgenommen hat, sind keine größeren Aktivitäten in Sicht. Lediglich das Raumordnungsverfahren wird abgeschlossen.

In Märkisch Buchholz plant das französische Unternehmen Gaz de France die Erdgasförderung aufzunehmen. Die Erkundungen waren schon vor längerer Zeit erfolgt. Es fehlte jedoch ein Verfahren, um das stark stickstoffhaltige Erdgas wirtschaftlich aufzubereiten. Nachdem inzwischen die entsprechende Trennungstechnologie zur Verfügung steht, könnte der Energieträger mittels einer kompakten Anlage über einen Zeitraum von 20 Jahren gefördert, gereinigt und abtransportiert werden.

Alle Konzepte zur Gas- und Ölförderung in der Region setzten auf konventionelle Fördermethoden. Das umstrittene Fracking sei nicht vorgesehen, betonte Klaus Freytag.

Zum Thema:
Bereits seit 27 Jahren gibt es die Bohrungen in die Erde bei Märkisch Buchholz. Seinerzeit wurden die Erkundungen der Erdgaslagerstätten sehr akribisch durchgeführt. Deshalb wissen die Experten, dass sie eine Ausdehnung von etwa vier mal vier Kilometern hat. Etwa 14 Milliarden Kubikmeter Gas lassen sich nach ihren Einschätzungen dort fördern. LoNach rentabler Förderung könnte das Gas in einer Turbine zur Stromerzeugung verwendet werden. Die Experten schätzen, dass sich diese dann etwa 30 bis 35 Jahre lang als eine Art Gaskraftwerk gewinnbringend betreiben ließe.