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Camping
Mobiles Wohnen auf dem Eurocamp Spreewaldtor

Auf dem Eurocamp Spreewaldtor: Alexander Weber (r.) und Siegmund Greulich-Weber machen kurz Pause auf der Terrasse eines Safari-Zelts.
Auf dem Eurocamp Spreewaldtor: Alexander Weber (r.) und Siegmund Greulich-Weber machen kurz Pause auf der Terrasse eines Safari-Zelts. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Groß Leuthen. Die Safari-Zelte haben sich bewährt. Auf dem  Platz in Groß Leuthen geht Familie Weber nun das nächste Bauprojekt an. Vier Mobilheime sollen bis zur neuen Saison entstehen.

Entwurzelte Bäume, abgerissene Äste - davon ist der Campingplatz Groß Leuthen diesmal verschont geblieben. „Herwart“ hat hier nicht so gewütet wie seine Vorgänger im Juli und Anfang Oktober. Darüber ist Alexander Weber froh, denn der Geschäftsführer der Eurocamp Spreewaldtor GmbH, seine Familie und die Mitarbeiter haben viel zu tun auf dem Platz. Nach einer erfolgreichen Saison 2017, die ein Plus bei den Übernachtungen von 20 Prozent zum Vorjahr brachte, wie er feststellt, wird nun weiter in den Ausbau der Anlage investiert.

Im Sommer hatte der Bebauungsplan für den südlichen Bereich endliche alle Unterschriften - nun soll schrittweise an die Umsetzung gegangen werden. Mit dem Bau von Mobilheimen kann begonnen werden. „Vier Häuser wollen wir in der nächsten Saison schon vermieten“, sagt Alexander Weber. Insgesamt sehe der Plan 43 Häuser vor. Es handle sich um robust gebaute, voll isolierte Mobilheime - ähnlich gebaut wie Fertighäuser. Entdeckt habe er das Angebot einer Firma aus Forst (Lausitz) auf einer Fachmesse. Dass der Produktionsstandort in der Nähe liegt, sei günstig für die anfallenden Transportkosten.

Die Häuser sind komplett ausgestattet - einschließlich aller Anschlüsse, der Kücheneinrichtung und der Wohnraummöblierung. „Man muss nur noch die Bettwäsche beziehen und kann drin wohnen“, sagt Alexander Weber. Dass pflegeleichte Materialien eingesetzt werden, ist für ihn wichtig, um die Reinigung so effektiv wie möglich vornehmen zu können. Wie es sich in solch einem Mobilheim wohnt, testet sein Vater gerade. „Seit einigen Wochen wohne ich hier, wenn ich auf dem Platz bin“, sagt Siegmund Greulich-Weber. Auch die inzwischen kühlen Nächte sind kein Problem - das Haus ist isoliert und hat eine Gasheizung. „Mit diesem Wohn-Angebot kann die Saison verlängert werden, sind wir unabhängiger von der Saison “, erklärt er. Und es ist ein Angebot, das Urlauber anspricht, die sonst vielleicht nicht auf einen Campingplatz fahren, eher Komfort suchen.

Die Zeit bis zum Vorliegen der Baugenehmigung hat Familie Weber nicht in der Warteposition verbracht. 2017 konnten Gäste des Eurocamp Spreewaldtor zum ersten Mal Glambing ausprobieren - in einem der sechs Safari-Mietzelte. „Das ist Zelten mit mehr Komfort“, erklärt Alexander Weber. Eine voll funktionsfähige Küche mit Kühlschrank, Kaffeemaschine, Kochplatten und Geschirr steht zur Verfügung - und in bequemen Betten wird geschlafen. Das danebenliegende Sanitärgebäude ist zur Saison umfangreich renoviert worden. Und erstaunlich: „Wir haben sogar für den November noch eine Reservierung von Gästen, die schon einmal in einem Safarizelt bei uns übernachtet haben.“

Und so wird der eine oder andere Stammgast, der vielleicht vier- oder fünfmal im Jahr kommt, zum Dauerbesucher. „Mit 68 Dauercampern haben wir begonnen, zurzeit sind es 81“, sagt Alexander Weber. Damit alle Gäste gut versorgt werden können, ist im Shop auf dem Marktplatz das Angebot erweitert worden, das machte sich durch die Schließung des Marktes in Groß Leuthen erforderlich.

Auf dem Marktplatz ist es nun ruhiger, Tische und Stühle sind im Winterquartier, die kleine Bühne wartet auf ihre Wiederbelebung im Frühling. „Die Veranstaltungen mit Künstlern aus der Region, mit Programmen für Kinder sind sehr gut angenommen worden, ebenso unser Shuttleservice zum Erkunden der Region“, sagt Alexander Weber. Das soll fortgeführt werden. Eine weitere Attraktion wird es 2018 geben. Der Wellness-Bereich wird gerade ausgebaut - und ein Schwimmbad im Freien entsteht. „Wir werden dann auch dort neue Angebote machen. Eine Mitarbeiterin wird ausgebildet, um Aufgüsse in der Sauna machen zu können. In die Kinderanimation werden wir das Schwimmbad mit einbeziehen“, ergänzt Siegmund Greulich-Weber.

Das Leben auf dem Campingplatz ist im Blog zu verfolgen, den Annette Weber betreibt: spreewaldtor.blogspot.de