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Brief an den Landrat
Bürgermeister wollen mehr Pädagogik in den Museen

Der neuen amtierenden Leiterin des Stadt- und Regionalmuseums Corinna Junker liegt die museumspädagogische Arbeit am Herzen.
Der neuen amtierenden Leiterin des Stadt- und Regionalmuseums Corinna Junker liegt die museumspädagogische Arbeit am Herzen. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Lübben. Stadtoberhäupter aus Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen regen im Brief an den Landrat eine Aufstockung um pädagogisches Personal an.

Drei Bürgermeister plädieren für die Schaffung eines museumspädagogischen Bildungsangebotes im Landkreis Dahme-.Spreewald. In einem gemeinsamen Schreiben an den Landrat Stephan Loge (SPD) haben die Stadtoberhäupter aus Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen um Unterstützung bei der Arbeit der Museen des Landkreises gebeten.

Wie Lars Kolan (SPD), Gerald Lehmann (parteilos) und Swen Ennullat (parteilos) in ihrem Schreiben ausführen, seien die Regionalmuseen nicht nur als Schlechtwetteralternativen für Touristen zu betrachten. „Vielmehr seien sie wichtige Bildungs- und Kommunikationsorte für die einheimische Bevölkerung, wie Kitagruppen und Schulklassen“, informierte Lübbens Stadtsprecherin Dörte Ziemer.

Die kulturelle und historische Bildung aller Altersgruppen und die Auseinandersetzung mit der regionalen und überörtlichen Geschichte seien, so die Bürgermeister, unerlässlich für die aktive Beteiligung an der Gestaltung eines gesellschaftlich-intakten Miteinanders.

Um auf die Interessen einer jüngeren Zielgruppe einzugehen und auch den Lehrplänen der Schulen Rechnung zu tragen, haben die Museen Dahme-Spreewalds in den letzten Jahren diesbezüglich bereits vereinzelte Angebote entwickelt. Aufgrund der steigenden Nachfrage der Schulen und Kitas stoßen sie jedoch personell an ihre Grenzen, da sie in erster Linie ehrenamtlich organisiert sind.

Die drei Bürgermeister regen daher die Schaffung von museumspädagogischen Vollzeitstellen in den Städten Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen an, um die pädagogische Arbeit der Museen im Landkreis zu verbessern. Die Lösung wäre eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Dahme-Spreewald und den drei Städten, in der die Förderung der entsprechenden Personalkosten verankert ist, um so eine langfristige Finanzierung dieser Stellen sicherzustellen. Darüber hinaus könne eine zentrale Stelle in der Kreisverwaltung die Koordinierung und Vernetzung der museumspädagogischen Angebote unterstützen.

Die Bürgermeister sind sich einig: Von einer solchen Vereinbarung würden letztendlich alle profitieren: die Kindertagesstätten, die Schulen und die Jugendeinrichtungen des Landkreises. Spezielle Angebote für Geflüchtete, die Geschichte und Kultur der Region vermitteln, könnten einen Beitrag zur Integration leisten. Und der Landkreis Dahme-Spreewald würde zu einem Vorreiter im Land Brandenburg werden, was ihm sehr gut zu Gesicht stehen würde.