Nachdem in den zurückliegenden Monaten mehr Personen als sonst die Stadtverwaltung Lübben verlassen, wollte die CDU-Fraktion erreichen, dass der Bürgermeister Maßnahmen zur Steigerung der Personalzufriedenheit benennt und umsetzt. Anlass war die Sorge, nicht genügen Personal für die kommenden Projekte in der Stadt zu haben. In der Vorberatung in den Ausschüssen drehte sich die Diskussion und stellte letztlich sogar die Kompetenz des Bürgermeisters infrage.

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan verteidigt sich gegen Vorwürfe

Lars Kolan (SPD) nutzte deshalb den Hauptausschuss, um sich zu wehren. Er lenkte dabei den Blick auch auf die Rolle der Stadtverordneten, deren Art und Weise über Vorschläge der Verwaltung zu diskutieren, teils von wenige Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern zeuge.

Jens Richter, CDU-Fraktionsvorsitzender wollte dies so nicht stehen lassen. In der Stadtverordnetenversammlung erläuterte er das Ziel der Vorlage, dessen Wirkung in der Zukunft liegen soll, um Mitarbeiter zu halten oder neue in die Stadt zu locken. Vor allem zeigte sich Richter enttäuscht vom Bild, dass der Bürgermeister von den Stadtverordneten zu haben scheint. Aus Sicht Richters hatten Abgeordnete und Verwaltung nach der Kommunalwahl wieder zu einem vertrauensvollen Umgang und einer konstruktiven Zusammenarbeit gefunden. Jedoch scheine dieser Neustart nicht stattgefunden zu haben, wenn es bei der Verwaltung viel Misstrauen gegenüber den Stadtverordneten gibt, so Richter. Fachkompetenz und daraus entstehende kritische Nachfragen, die sich aus der Vita einzelner Stadtverordneter ergebe, sollte die Verwaltung als Stärke begreifen und nicht als Angriff. Letztlich zog Jens Richter, die CDU-Vorlage zurück und beendete damit vorerst die Debatte.