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| 16:26 Uhr

Lübben
Bürgermeister ruft zum Wässern der Bäume auf

Trotz Wässerung zeigen die Bäume an Schloss teils gelbe Blätter.
Trotz Wässerung zeigen die Bäume an Schloss teils gelbe Blätter. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Bäume und andere Gehölze leiden unter der Trockenheit. Wasserverbrauch auf Rekordhoch. Von Ingvil Schirling

Bürgermeister Lars Kolan (SPD) ruft die Lübbener auf, „nach Möglichkeit besonders geschwächten Bäumen vor ihrer Haustür eine Extra-Portion Wasser zu geben“. Darüber informiert die Stadtverwaltung. Die Hitze und Trockenheit haben Folgen in der Stadt: Der städtische Baubetriebshof ist mehr als doppelt so häufig wie sonst mit den Wasserfahrzeugen unterwegs. Und die Stadt- und Überlandwerke Lübben haben am Mittwoch ein extremes Hoch beim Trinkwasserverbrauch verzeichnet: Werden in der Regel um die 1800 Kubikmeter verbraucht, seien es am 1. August rund 2580 Kubikmeter gewesen. Die Versorgung mit Trinkwasser sei aber gesichert, informiert SÜW-Geschäftsführer Maik Mattheis. „Wir haben genügend Reserven und können jederzeit noch hochfahren“, sagte er.

Thema war das Wässern bereits bei den Stadtverordneten. „Wie sieht es aus mit den Pflegeverträgen für die Bäume an der Bahnhofstraße?“, fragte Paul Bruse (Die Stadtfraktion) vor einiger Zeit. „Die sehen sehr müde aus.“ Bürgermeister Lars Kolan habe sich den Zustand kürzlich angesehen, informiert Dörthe Ziemer als Sprecherin der Stadtverwaltung: „Sie sehen gut aus.“

Etwas anders wirken die neuen Bäume in ihren roten Kübeln auf dem Lübbener Schlossvorplatz. Schütter und gelb hängen die Blätter teilweise herab. Doch auch dort werde „ausreichend gewässert“, teilt die Stadtverwaltung auf LR-Nachfrage mit. Zuständig ist, wie an der Bahnhofstraße, das jeweilige Unternehmen, das die Baustelle betreut hat, dem Vertrag und dem Leistungsverzeichnis entsprechend. Zusätzliche Wassergaben wegen der großen Trockenheit werden in den Pflanzkübeln am Schloss durch die Stadt finanziert. Über jede Wässerungseinheit informiert das Unternehmen den zuständigen Mitarbeiter im Rathaus, heißt es weiter.

Die Lübbener sind aufgerufen, sich ebenfalls zu beteiligen. „Stadtbäume sind bei dieser Hitze viel stärker belastet als etwa Parkbäume, weil sie aufgrund versiegelter Flächen oder eingeengter Wurzeln weniger Wasser abbekommen“, informiert die Verwaltung. Fünfjährige und jüngere  Bäume hätten noch nicht so ausgeprägte Wurzeln und sind daher auf eine extra Ladung Wasser angewiesen. „Fünf Wassereimer pro Woche für junge Bäume reichen aus“, empfiehlt Christina Resag vom Baubetriebshof.

Der Baubetriebshof ist auf Hochtouren unterwegs. An sechs Tagen pro Woche sind zwei Mitarbeiter mit zwei Wasserfahrzeugen im Einsatz und fahren insgesamt zehn bis zwölf Mal pro Tag mit jeweils 1500 Litern. „Normal“ sind fünf Fuhren am Tag. Die Linde vor dem Rathaus werde zweimal pro Woche gewässert, die Blumenstelen dreimal. „Zudem sind Neuanpflanzungen wie beim umgesetzten Spielplatz in Treppendorf im Fokus der Bewässerungsarbeiten“, heißt es.

Weil täglich zwei Mitarbeiter  mit der Wässerung beschäftigt sind, müssen andere Arbeiten im Baubetriebshof verschoben werden, etwa das Mähen, das derzeit punktuell erfolgt, das Unkrautjäten und ähnliche Arbeiten. Dabei achte der Baubetriebshof darauf, so Christina Resag, dass Pflegearbeiten etwa zur Vorbereitung von Dorffesten rechtzeitig und im gebotenen Umfang erledigt werden.