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Bornsdorf: Wie weiter ohne Ortsbeirat?

Bornsdorf. Heideblicks Ortsteil Bornsdorf ist nach Auflösung des Ortsbeirates ohne Führung. Einwohner Helmut Döcke treibt die unbefriedigende Situation um, wie er in einem Brief an die Heimatzeitung zum Ausdruck bringt. Carmen Berg

Nach dem Rücktritt der Ortsbeiratsmitglieder Carsten Kuboth und Kerstin Weinert im Frühjahr war eine Neubesetzung des Gremiums zwei Mal am Kandidatenmangel gescheitert. Für die am 17. Juli geplante Neuwahl sowie für die am 6. November anberaumte Nachwahl hatte sich jeweils nur ein Bewerber gefunden, zu wenig für das aus drei Mitgliedern bestehende Gremium. Das nächste Mal können die Bornsdorfer nun erst zur Kommunalwahl 2019 über einen neuen Ortsbeirat entscheiden. So sieht es das Gesetz vor, wie Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) bestätigt.

Für ihren Rücktritt hatten die Ehrenamtlichen persönliche Gründe genannt. Kerstin Werner beklagte aber zudem, als Beiratsmitglied wenig bewegen zu können. Eine solche Meinung befremde ihn, erklärt Helmut Döcke. Wer sich der Wahl stelle, sollte auch bereit sein, für seinen Ortsteil zu kämpfen, so der Leser. Auch in der Gemeindeverwaltung müssten "doch alle Alarmglocken schlagen, es müsste an die Bürger im Dorf gedacht werden", schreibt er. Es sei höchste Zeit, eine Einwohnerversammlung durchzuführen und den Bornsdorfern klar aufzuzeigen, wohin der Weg des Ortes in der Zukunft geht", fordert Helmut Döcke.

Bürgermeister Frank Deutschmann begrüßt auf RUNDSCHAU-Nachfrage diese Idee und kündigt eine Bürgerversammlung in Bornsdorf für November an. Dabei könnten die Einwohner anbringen, was ihnen unter den Nägeln brennt, worum sich die Verwaltung besonders kümmern sollte und was womöglich diesen oder jenen auch daran gehindert hat, sich in einem Ortsbeirat zu engagieren.

Einen dritten Wahlversuch für den Ortsbeirat wird es Frank Deutschmann zufolge vor 2019 aber nicht geben. Vielmehr führt die Gemeindevertretung für den Rest der Wahlperiode die Aufgaben des Ortsbeirates fort. Wie sich das konkret gestaltet, auch dazu soll die Bürgerversammlung Aufschluss geben.